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Giftige Gletscherschmelze

Oberaarsee

Der Oberaarsee: ein 2'300 Meter hoch gelegener Stausee im Berner Oberland/CH ©Bolliger Hanspeter/pixelio.de

Eine neue Studie bestätigt, dass schmelzende Gletscher chemische Stoffe freigeben, die schon lange verboten sind und industriell nicht mehr produziert werden. ForscherInnen aus Schweizer Bildungsinstituten entnahmen dem Oberarsee im Grimselgebiet/CH im zugefrorenen Zustand Sedimentbohrkerne und rekonstruierten anhand der Schichten die Geschichte des Sees bis zu seiner Entstehung im Jahre 1953.
Seit den 90 Jahren ist die Zahl der persistenten organischen Schadstoffe POPs stark angestiegen. Dieser Anstieg geht auf die höhere Schmelzgeschwindigkeit des Oberaargletscher in den letzten Jahrzehnten zurück, der den See hauptsächlich mit Wasser speist. Die Zunge des Gletschers schrumpfte allein in den letzten zehn Jahren um mehr als 120 Meter und konnte so relativ grosse Mengen an gespeicherten toxischen Substanzen freigeben. Gletscher sind deshalb - wie von UmweltforscherInnen schon lange vermutet und nun erstmal nachgewiesen - ernst zu nehmende sekundäre Quellen für den erneuten Eintrag von POPs in die Umwelt. Quellen: www.news.admin.ch/message