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Schulreform bedroht Bergschulen

Viele BürgermeisterInnen beklagen, dass ohne eine Schule der ganze Ort schliesslich aussterben würde.

Viele BürgermeisterInnen beklagen, dass ohne eine Schule der ganze Ort schliesslich aussterben würde. © CIPRA International

Vor allem für Bergschulen kleiner Gemeinden sind die Effekte der italienischen Schulreform bereits spürbar. Die Ressourcen-Einsparungen haben bisher vor allem zu jahrgangsübergreifenden Klassen geführt, d.h. SchülerInnen verschiedenen Alters werden in einer Schulklasse unterrichtet. Allein in der Region Piemont/I beläuft sich die Zahl dieser Klassen auf 330. Das kommende Schuljahr soll die Bergschulen sogar noch stärker treffen.
Grund dafür ist die Einführung einer notwendigen Mindestzahl von 50 SchülerInnen pro Schule. Sollten wirklich alle Schulen mit weniger SchülerInnen geschlossen werden, müssten schätzungsweise 80 Schulen - allein in Piemont - schliessen.
Die Schliessung einer Schule bedeutet für die betroffenen Familien oft einen ungewollten Umzug ins Tal, denn der Transport der SchülerInnen aus kleinen Dörfern kann nicht immer gewährleistet werden. Die Reaktionen der Betroffenen sind unterschiedlich: Einige Eltern behalten ihre Kinder aus Protest zu Hause während in anderen Gemeinden junge Familien mit Kindern Anreize geboten werden, um in den kleine Gemeinden zu bleiben.
Quelle und Info: La Repubblica del 16.09.2009, www.regione.piemonte.it/montagna/areemontane (it)