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Gestresste Wildtiere brauchen Ruhezonen

Die kürzlich publizierte Jagdstatistik des Bundesamts für Umwelt BAFU belegt, dass im letzten Winter in den Alpen die grössten Fallwildzahlen seit Jahrzehnten bei Rothirsch, Reh, Gämse, Steinbock und Wildschwein verzeichnet wurden.
In bestimmten Bergkantonen betrug die Anzahl tot gefundener Tiere mehr als das Dreifache des Vorjahres, etwa bei Rothirschen in Graubünden/CH, wo die Fallwildzahl bei 2047 Tieren lag, 2007/2008 waren es 617 gewesen.
Die hohen Fallwildzahlen stehen im Zusammenhang mit dem Energiehaushalt der Tiere: Im Sommer und Herbst fressen sich die Wildtiere Fettreserven an, von denen sie in den nahrungsarmen Wintermonaten zehren können. Liegt gegen Ende des Winters viel Schnee, so sterben viele Tiere vor Schwäche, da ihre Fettreserven schon abgebaut sind und sie kaum neue nährstoffreiche Nahrung finden können. Zur Schonung ihrer Energiereserven, haben Wildruhezonen eine grosse Bedeutung für die Tiere. Die Störung durch Schneeschuhläufer oder Variantenskifahrer zwingt sie zur Flucht und somit auch zum zusätzlichen schwächenden Energieverbrauch.
Quelle: www.bafu.admin.ch/aktuell/medieninformation (de/fr/it)