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Mässiger Bruterfolg bei Steinadlern

Portrait eines Steinadlers

Portrait eines Steinadlers © Richard Bartz

Dieses Frühjahr brütete im Engadin/CH nur gut die Hälfte der Steinadlerpaare, in den Südalpen war es gar nur ein Drittel im Vergleich zum langjährigen Mittel.
Dies scheint aufgrund des grossen Nahrungsangebots erstaunlich, da der harte Winter 2008/09 unter den Gämsen, Steinböcken und Rothirschen viele Opfer forderte. Grund für den geringen Bruterfolg: Die noch unverpaarten Jungadler, die 4 Jahre lang bis zu ihrer Geschlechtsreife im Alpenraum herumstreifen, werden von Fallwild angezogen. Dabei kommt es vor, dass bis zu fünf Einzeladler auftreten und von den lokalen Paaren angegriffen werden. Es liegt auf der Hand, dass derart gestresste Adlerpaare kaum Zeit für ihr Brutgeschäft finden. Die Jungadler sind damit Teil einer natürlichen Geburtenkontrolle und der geringe Bruterfolg Ausdruck einer hohen Dichte von Steinadlern im Alpenraum. In den Schweizer Alpen gibt es heute wieder 320 Steinadlerpaare, jedoch ist für weitere Paare kaum mehr Platz. Vor hundert Jahren war der Steinadler aufgrund gnadenloser Verfolgung im Alpenraum fast ausgestorben. Weitere Infos unter: http://naturschutz.ch/featured (de).