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Realisierbarkeit der Alpentransitbörse wird auf europäischer Ebene überprüft

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Alpentransitbörse auf europäischer Ebene etablieren wird.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Alpentransitbörse auf europäischer Ebene etablieren wird. © Gerd Altmann /Pixelio

Die VerkehrsministerInnen der Schweiz, Österreichs, Italiens, Deutschlands, Frankreichs und Sloweniens gaben eine vertiefte Analyse zur Einführung der Alpentransitbörse in Auftrag. Bei einem Treffen der MinisterInnen in Wien/A wurde ein Gremium mit der Klärung der Voraussetzungen für die Umsetzung der drei Verkehrmanagementsysteme Alpentransitbörse, Emissionshandelssystem und "Toll plus" betraut.
Die CIPRA International begrüsst diese Initiative der Verkehrsminister und spricht sich bereits seit Jahren für eine rasche und konsequente Einführung der Alpentransitbörse auf europäischer Ebene aus, um die nötige Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zu erreichen. Die Alpentransitbörse beruht auf dem Prinzip einer limitierten Anzahl von alpenquerenden Lastwagenfahrten, wobei die einzelnen Fahrtrechte an der internetgestützten Börse gehandelt werden können. Die Umweltorganisation Alpen-Initiative lancierte die Idee der Alpentransitbörse als Instrument zur Reduktion des Strassengüterverkehrs über die Alpen. Die technische Machbarkeit und wirtschaftliche Verträglichkeit einer solchen Börse wurde bereits vor Jahren durch eine unabhängige Studie für die Schweiz bestätigt.
Zur Regulierung des Transitverkehrs durch die Alpen streben die VerkehrsministerInnen ein dreistufiges Vorgehen an, so das Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Die erste Phase sieht die Förderung der Einführung abgasarmer Lastwagen vor. In der zweiten Phase soll die Angleichung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) der übrigen Alpenländer an das Schweizer Niveau vollzogen werden. Hierbei wird die Umsetzung des Konzepts "Toll plus" ins Auge gefasst. Die Verlagerung des Verkehrs mittels Lenkungsinstrumenten - wie der Alpentransitbörse - stellt die dritte Phase des Vorgehens dar.
Quellen: Die Südostschweiz, 08.05.2009; Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2009; www.cipra.org/de/alpmedia/news/1691 (de/fr/it/sl)