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Artenverluste in Schweizer Mooren

Mehlprimel

Auch die häufigste der alpinen Primeln, die Mehlprimel, fühlt sich in kalkhaltigen Flachmooren wohl. © Wikipedia / BerndH

Die kalkreichen Flachmoore der Voralpen gehören zu den artenreichsten Habitaten der Schweiz.
Um sie zu erhalten, werden sie traditionellerweise entweder einmal pro Jahr gemäht oder extensiv beweidet. Diese wichtigste Naturschutzmassnahme gilt als Garant für das Überleben der an die nährstoffarmen Lebensräume angepassten Habitatsspezialisten.
Nun hat ein Vergleich von zwei Erhebungen in 36 Flachmooren aus den Jahren 1995/97und 2005/06 ergeben, dass die Zahl der auf Flachmoore spezialisierten Moose und Gefässpflanzen sowie die Gesamtartenzahl der Moose während der letzten Jahre stark abgenommen hat.
Eine Erklärung für den Artenschwund, die zunehmende Produktivität der Moore, dem Ansteigen der Nährstoffe und der Trockenheit könnte in der Art der Bewirtschaftung liegen. Gerade in den prognostizierten wärmeren und trockeneren Sommern muss neben einer wirksamen Reduktion der Nährstoffeinträge eine Stabilisierung des für Flachmoore typischen Wasserhaushalts gewährleistet werden.
Quelle: www.biodiversity.ch/ (de)