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Neues Wasserkraftwerk vom Volk nicht goutiert

In der Gemeinde Bergün im Albulatal/CH ist ein neues Kraftwerk mit Gesamtkosten von 85 Millionen Schweizer Franken abgelehnt worden. Der Entscheid wurde von der Bergüner Gemeindeversammlung gefällt, ausschlaggebend war der Naturschutz.
Das Planungsgremium um die Nordostschweizer Kraftwerke und dem Schweizer Energiekonzern Axpo akzeptiert den demokratischen Entscheid und stellt per sofort sämtliche Arbeiten ein.
Der Bergkanton Graubünden gilt als Wasserschloss der Schweiz, er produziert einen Fünftel der Elektrizität aus Wasserkraft der Schweiz. Schon in der Vergangenheit wanderten Pläne für grosse Kraftwerksprojekte (Greina, Curciusa) wieder in die Schublade.
Der finanziell angeschlagenen Gemeinde hätte das Kraftwerk jährlich etwas eine halbe Million Schweizer Franken an Wasserzinsen und Steuern in die Kasse gespült. Nun hofft sie auf staatliche Entschädigung, wie sie auch anderen Gemeinden bei Verzicht auf Grossprojekte zugestanden wurde.
Quelle: http://moneycab.presscab.com/de/templates/?a=58927 (de), Die Südostschweiz, 31.01.2009