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Mehr Leben für den Alpenrhein

Rhein bei Sargans

Der Alpenrhein bildet auf weiten Strecken die Grenze zwischen der Schweiz und Liechtenstein bzw. Österreich. © CIPRA International

Der diesjährige Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz ist ausnahmsweise einem einzigen Thema gewidmet, nämlich der Wiederbelebung des Alpenrheins und seiner Zubringer.
Die Binding-Stiftung will damit die Bedeutung des Jahrhundertwerks Revitalisierung unterstreichen und die bisherigen Bemühungen der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) unterstützen. Die IRKA ist ein politisches Gremium, in deren Rahmen die Anrainerstaaten zum Wohle des Alpenrheins zusammenarbeiten.
Preisträger des mit 50.000 Franken dotierten Grossen Binding-Preises 2008 ist der Schweizer Ingenieur Franco Schlegel. Schlegel hat bereits vor 25 Jahren in einer Nachdiplomarbeit in Raumplanung an der ETH Zürich die Idee einer Wiederbelebung des Alpenrheins unterbreitet. Er fand mit der hartnäckigen Promotion seiner Idee auch gegen Widerstände Unterstützung bei einigen Institutionen, was letztlich indirekt auch zur Gründung der IRKA und zur Erarbeitung ihres Entwicklungskonzepts Alpenrhein im Jahr 2005 führte.
Zusätzlich hat die Stiftung kleinere Binding-Preise vergeben. Ausgezeichnet wurden der bayerische Ingenieur Walter Binder für sein Engagement für erste grössere Flusswiederbelebungen sowie der Vorarlberger Alwin Schönenberger als Moorschutzpionier. Zudem erhielten vier Good-Practice-Beispiele Auszeichnungen, darunter die erste am Alpenrhein getätigte Flussaufweitung bei Felsberg/CH sowie die Renaturierung des Liechtensteiner Binnenkanals.
Die Binding-Preise wurden am 14. November in Vaduz/FL zum 23. Mal verliehen. Mit den Preisen werden herausragende Leistungen im Bereich der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie im Natur-, Landschafts- und Umweltschutz ausgezeichnet.
Infos: www.binding.li (de), www.alpenrhein.net (de)