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Landschaftszersiedlung bis in die Alpentäler hinein

Zersiedlung

© Frank Schultze/Zeitenspiegel

Die Zersiedelung der Schweiz schreitet voran. Die Überbauung der Landschaft greift vom Mittelland her vermehrt auch in die Alpentäler und in den Jura hinein. Das zeigt eine Studie des Nationalen Forschungsprogramms NFP 54.
Die Studie "Landschaftszersiedelung Schweiz" untersucht die Zersiedelung erstmals für die gesamte Schweiz und über einen Zeitraum von insgesamt über 100 Jahren hinweg (historische Entwicklung seit 1935, Szenarien bis 2050). Gänzlich unbesiedelte Gebiete sind im Mittelland fast völlig verschwunden, im Jura und in den Voralpen zu einem grossen Teil. Waren die Städte im Jahr 1935 noch als klar begrenzte Flächen erkennbar, so ufern sie heute weit in die Umgebung hinaus. Die Zuwachsraten der Zersiedlung in der Schweiz haben sich im Zeitraum 1980 bis 2002 gegenüber der Phase 1960 bis 1980 zwar abgeschwächt. Die Szenarien der Studie zeigen aber, dass die Zersiedelung ohne Gegenmassnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter stark zunehmen wird. Das Forschungsteam schlägt deshalb unter anderem vor, regionsspezifische Richtwerte zur Begrenzung der Zersiedelung festzusetzen.
Die Studie des Forschungsteams vom Institut für terrestrische Ökosysteme der ETH Zürich kann unter www.nfp54.ch/d_news.cfm?News (de/fr) herunter geladen werden.