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Wasserkraftwerk gefährdet Nationalparkprojekt Locarnese

Wildbach

Düstere Zukunft für den Isorno, im droht die Degradierung zu einem Rinnsal. © I. Glöckel / PIXELIO

Im Tessin/CH gibt es konkrete Pläne für die Gründung eines Nationalparks Locarnese. Das noch weitgehend unberührte Onsernonetal soll eines der vier Teilgebiete bilden.
Der hintere Teil des Onsernonetals liegt jedoch auf italienischem Boden, wo nun eine italienische Firma ein Wasserkraftwerk bauen will. Keine 20 Meter von der Grenze entfernt soll ein Grossteil des Wassers des Flusses Isorno abgezweigt werden. Das Ökosystem des Isorno würde dauerhaft geschädigt.
Die Opposition auf Schweizer Seite ist gross. Bereits im vergangenen Jahr hat sich das Schweizer Bundesamt für Umwelt für eine nachhaltige Nutzung des Flusses ausgesprochen und den italienischen Behörden vorgeschlagen, das Parkprojekt auf das italienische Nachbargebiet auszudehnen. Der Einfluss der Schweiz auf das italienische Bauprojekt ist jedoch bescheiden. Zwar schafft das Abkommen über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Raum (Espoo) geringe Hoffnung. Italien muss die Umweltauswirkungen ausweisen und die Schweiz erhält im Rahmen einer Konsultation Gelegenheit, Stellung zu nehmen. Dies tun die Schweizer Behörden gegenwärtig. Jedoch wollen sie sich nicht in die Karten blicken lassen. Kommuniziert wird aber, dass die Unterlagen aus Italien bisher unvollständig waren und deshalb noch kein schlüssiges Urteil abgegeben werden kann.
Quellen: www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/wem_gehoert (de), www.pronatura.ch/content/index (de/fr/it)