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Modifikation der alpinen Pflanzengemeinschaften

Eine kürzlich in Frankreich veröffentlichen Studie über 171 Waldpflanzen in gemässigten Regionen gibt Aufschluss über die Anpassung der Pflanzenwelt an den Klimawandel. Durchschnittlich wanderten die Pflanzen pro Jahrzehnt 29 m in die Höhe, um sich an die steigenden Temperaturen anzupassen.
In höheren Lagen finden sie die Bedingungen, die sie für ihr Wachstum, ihre Fortpflanzung und ihr Überleben benötigen. Von der Migration sind Pflanzen aller Höhenstufen betroffen. Während solche mit kürzerer Lebensdauer und häufigen Generationswechseln schneller in die Höhe vorstossen, wandern Bäume und Sträucher langsamer. Arten, welche auf alpine Habitate spezialisiert sind, migrieren schneller als Generalisten. Diese unterschiedlichen Migrationszeiten führen schrittweise zu einer Modifikation der Zusammensatzung der Pflanzengemeinschaften und der Interaktion mit der Tierwelt.
Bibliografie: Lenoir, J. et al. (2008). A Significant Upward Shift in Plant Species Optimum Elevation During the 20the Century. In "Science" Vol. 320. www.sciencemag.org/content/320/5884/1768
Infos: www.agroparistech.fr/-Espace-presse-.html (fr)