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EU legt Verkehrs-Paket vor

Die EU-Kommission plant am 8. Juli ein "green package" für den Verkehr vorzulegen. Darin enthalten ist ein Vorschlag für die Anlastung von externen Kosten des Lkw-Verkehrs und eine neue Wegkostenrichtlinie, die diese Kosten in die Berechnung der Lkw-Maut einbezieht.
Für die Alpen fällt der Entwurf enttäuschend aus: die geltenden Richtlinien enthalten noch keine Ansätze zur Rücksichtnahme auf besonders sensible Regionen wie Berggebiete. Somit sollen die externen Kosten für Lkws differenziert nach Euro-Norm, Tageszeit und nach der durchfahrenden Region erhoben werden - in sensiblen Regionen wie den Alpen sollen aber keine höheren Mautsätze möglich sein. Weiters werden nur Luftschadstoffe, Lärm und Staukosten und keine Unfall-, Klimakosten und Natur- und Landschaftsschäden bei den externen Kosten angerechnet werden. Der neue EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani könnte dabei zum schwierigen Verhandlungspartner werden. In seiner Anhörung im EP-Verkehrsausschuss hat er sich gegen die Einberechnung von Klima- und Unfallfolgekosten in die neue LKw-Maut gestellt.
Quelle: Bündnis LSVA für Europa e.V.