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Klima-Modellregion Alpen: cc.alps zeigt, wie es geht

cc.alps

"Einen Schritt weiter denken!", dazu fordert die CIPRA mit ihrem neuen Projekt cc.alps zum Umgang mit dem Klimawandel auf. © CIPRA International

Der Klimawandel trifft die Alpen stärker als andere Regionen Europas. Deshalb werden in vielen Bereichen Massnahmen zur Verminderung von oder zur Anpassung an den Klimawandel getroffen und vorbereitet.
Mit ihrem neuen Projekt "cc.alps" will die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA dazu beitragen, dass diese Klima-Massnahmen möglichst mit dem Prinzip der nachhaltigen Entwicklung im Einklang stehen.
Die Alpen haben das Potenzial, beim Klimaschutz über Kyoto hinaus zu gehen und zu einer weltweiten Klima-Modellregion zu werden. Die CIPRA will verhindern, dass mit Berufung auf den Klimaschutz Massnahmen ergriffen werden, die negative Auswirkungen auf die Umwelt oder auf die Gesellschaft haben. "Klimamassnahmen dürfen beispielsweise weder die Biodiversität verkleinern noch wertvolle Wasser- und Energieressourcen verschwenden", beschreibt Andreas Götz, Geschäftsführer der CIPRA, die Herausforderungen von cc.alps.
Im Frühsommer dieses Jahres wird die CIPRA erfolgreiche Klima-Projekte aufrufen, sich an einem hoch dotierten Wettbewerb zu beteiligen. Klima-ExpertInnen unterstützen die CIPRA dabei, Wissen über Klima-Massnahmen zu sammeln und deren Nachhaltigkeit zu bewerten. Im Juni werden SchlüsselakteurInnen aus Politik, Verwaltung, Planung, aus der Wirtschaft und von NGOs ihr Knowhow im Rahmen eines Runden Tisches einbringen. Die CIPRA wird in einer späteren Projektphase in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen das Wissen unter anderem über Workshops, Publikationen und elektronische Medien alpenweit verbreiten. Pilotregionen in allen Alpenländern werden dabei unterstützt, nachhaltige Klima-Massnahmen umzusetzen.
cc.alps ist im Februar mit einer Laufzeit von 1,5 Jahren und einem Budget von 1,2 Mio. Euro gestartet. Der Wissenstransfer und die Umsetzung sollen im Rahmen eines anschliessenden 2,5jährigen Projekts stattfinden. cc.alps wird von der schweizerischen MAVA-Stiftung für Natur finanziert. Mit cc.alps knüpft die CIPRA an ihre Erfolge im Rahmen des "Zukunft in den Alpen"-Projekts an, das im Dezember 2007 beendet wurde.
Informationen über cc.alps und Projektergebnisse werden laufend auf www.cipra.org/cc.alps (de/fr/it/sl/en) zur Verfügung gestellt.