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EU-Gelder für 50 ökologisch bedenkliche Projekte

EUGeldercz

Die D8-Autobahn in Tschechien wird trotz vorhandener Alternativen durch die geschützte Region in den Ceské Stredohorí Bergen gebaut. © Miroslav Patrik

Ende Februar wurde von Friends of the Earth Europe und CEE Bankwatch eine Liste von 50 ökologisch bedenklichen und wirtschaftlich fragwürdigen Infrastrukturprojekten in Mittel- und Osteuropa veröffentlicht, die von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und aus den EU-Regionalentwicklungsfonds gefördert werden bzw. werden sollen.
Für einen Grossteil der Projekte ist die Finanzierung bereits geplant, neun Projekte wurden schon finanziert. In Summe beläuft sich das mögliche Investitionsvolumen auf rund 22 Milliarden Euro.
Eines dieser Projekte ist die Wärmekraftanlage Šoštanj in Slowenien. Die EIB genehmigte dort ein Darlehen für den Bau eines neuen Braunkohle-Kraftwerks. Braunkohle ist einer der am wenigsten effizienten und umweltfeindlichsten Energiequellen, durch derartige Kraftwerke werden die CO2-Emissionen bedeutend erhöht. Bei den anderen fragwürdigen Projekten handelt es sich unter anderem um Müllverbrennungsanlagen an Stelle von Müllverminderungs- und Recycling-Strategien sowie Autobahnen, die durch Naturschutzgebiete oder Siedlungsgebiete gebaut werden sollen. Weiters werden Flussbau- oder Wassermanagementprojekte mit EU-Geldern gefördert, die eher der Zerstörung als dem Schutz der Wasserlandschaften und deren Artenvielfalt dienen. Eine Liste der Projekte wurde unter www.bankwatch.org/billions (en) veröffentlicht.
Quelle: www.foeeurope.org/press/2008/Feb25_EU_funds (en)
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