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Wasserkraftprojekt im Nationalpark Gran Paradiso

Gran Paradiso

Das ökologische Gleichgewicht von Bächen wird durch die Entnahme von Wasser gestört. © Parco nazionale Gran Paradiso

Wasserkraftwerksbetreiber in Italien stellen die Grenzen des Nationalparks Gran Paradiso in Frage. Dies deshalb, weil der Nationalpark ihre geplanten neuen Wasserfassungen innerhalb des Parks nicht bewilligen will. Die Kraftwerksbetreiber planen, das Wasser von zwei bisher unberührten Bächen des Nationalparks in ihr Wassernetz einzuführen.
Vorgesehen sind im geplanten Wasserkraftprojekt fünf Sperren: zwei im Inneren des Parks und drei ausserhalb. Die privaten Wasserkraft-Gesellschaften, so scheint es, wollen ohne Rücksicht auf die Umwelt "Grüne Zertifikate" erlangen - Auszeichnungen, die man für die Produktion erneuerbarer Energie bekommt. Vorgesehen ist eine Ableitung von bis zu drei Vierteln der Wassermenge der Bäche. Dies würde die Fischpopulationen, darunter auch die einer seltenen und als besonders schützenswert geltenden Forellenart, gefährden. Aus diesen und anderen Gründen haben die Region Piemont, die Provinz Turin und der Nationalpark angekündigt, sich gegen jegliches Vorhaben zu stellen, dessen Realisierung inkompatibel mit der Aufrechterhaltung des aktuellen Schutzniveaus ist.
Quelle: Pressemitteilung des Nationalparks Gran Paradiso, 23.01.2008