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Deutschland: Tierarten durch neues Gesetz unter Druck

Eine kleine Novelle (Nachtragsgesetz) zum Bundesnaturschutzgesetz verschlechtert die Lage geschützter Tiere in Deutschland. Die am 26.Oktober 2007 im deutschen Bundestag verabschiedete Neuerung wurde wegen eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs erforderlich.
Sie sollte eigentlich dafür sorgen, dass das deutsche Naturschutzrecht wieder dem EU-Recht entspricht. Der NABU (Naturschutzbund Deutschlands) kritisiert die Novelle: Die Parlamentarier nähmen sowohl den Tod geschützter Tierarten wie Luchs, Wildkatze und Biber als auch die stärkere Rechtsunsicherheit für Bauherren, Industrie und Landwirte in Kauf. Wesentliche Punkte des Urteils des Europäischen Gerichtshofs seien nicht erfüllt.
Im kommenden Jahr ist Deutschland Gastgeber der Weltnaturschutzkonferenz. Und diese Tage soll eine Nationale Strategie zum Schutz der biologischen Vielfalt verabschiedet werden. In diesem Zusammenhang sei das neue Gesetz eine Blamage, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Quelle: www.nabu.de/m06/m06_02/07307.html (de)