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Alpenkonvention: Erster Alpenzustandsbericht zu Verkehr und Mobilität

Alpenzustandsbericht

Alpenzustandsbericht 1 © Alpenkonvention

Die Alpenkonvention hat soeben die erste Ausgabe ihrer neuen Publikations-Reihe "Alpenzustandsbericht" vorgelegt.
Damit gibt es erstmals eine alpenweite Gesamtbetrachtung zum Thema "Verkehr und Mobilität in den Alpen", die von allen acht Mitgliedsstaaten der Alpenkonvention gemeinsam getragen wird, erklärt Marco Onida, Generalsekretär der Alpenkonvention. Mit dem Bericht verfüge man über eine Datengrundlage, die an Stelle der bislang oft sehr unterschiedlichen nationalen Zahlen, etwa zum Transitverkehr am Brenner, genutzt werden könne. Zugleich warnt Onida vor übertriebenen Erwartungen. Der Bericht enthalte auch Empfehlungen, deren Ansätze nicht neu seien, wie beispielsweise die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene. Eine Empfehlung für den Bau des Brenner-Basis-Tunnels suche man dagegen vergeblich. Onidas Stellvertreterin Regula Imhof hebt hervor, dass die Publikation deutlich aufzeige, welche Verkehrspolitik welchen Effekt habe. Sie hofft, dass der von acht Umweltministern unterschriebene Bericht dazu beitragen werde, den gemeinsamen Verkehrsproblemen der Alpenländer in Brüssel mehr Gehör zu verschaffen.
Mit dem "Alpenzustandsbericht" setzt das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention ein Vorhaben um, das die Umweltminister der Alpenstaaten und der EU auf der achten Alpenkonferenz 2004 beschlossen hatten: In regelmässigen Abständen soll eine breite Öffentlichkeit umfassend über Entwicklungen in den Alpen informiert werden. Darüber hinaus dienen die Berichte als wichtige Instrumente für die gemeinsame Umsetzung der Alpenkonvention. Dabei steht das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung der Alpen im Mittelpunkt, weshalb neben ökologischen auch ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen thematisiert werden. Die Publikation liegt bereits in englischer Sprache vor und kann unter www.alpenkonvention.org/page9_en.htm heruntergeladen werden. Demnächst werden auch die Übersetzungen auf deutsch, französisch, italienisch und slowenisch verfügbar sein. Der zweite Alpenzustandsbericht zum Thema Wasser soll im Jahr 2008 veröffentlicht werden.
Quelle: http://derstandard.at/Text/text/?id=2946997 (de)
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