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Alphornbläser als Botschafter? - Gemeinsam werben für die Alpen

Alpentourismus Südtirol

Nachhaltige Entwicklung als Ziel - auch in der Tourismuspolitik! © www.pixelquelle.de

Insgesamt 108 Millionen Übernachtungen in über 21.000 Beherbergungsbetrieben wurden im Jahr 2006 im Alpenraum verzeichnet. Diese und weitere Ergebnisse bezüglich der Tourismusströme in den Alpengebieten der Schweiz, Österreichs, Deutschlands und Südtirols wurden vom ASTAT (Landesinstitut für Statistik von Südtirol) im Informationsblatt "Tourismus in einigen Alpengebieten - 2006" verbreitet.
Interessant dabei ist, dass in den verschiedenen Gebieten die Hauptkomponente aus Gästen aus dem eigenen Land besteht: Touristinnen und Touristen wählen als Urlaubsziel also inländischen Ortschaften. Die Analyse ergab zudem, dass rund 45 Prozent der Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland, 33 Prozent aus anderen Alpenländern und nur rund 22 Prozent aus Nicht-Alpenländern stammen.
Dieser geringe Prozentsatz wird wohl auch ein Grund dafür gewesen sein, dass die drei Länder Österreich, Deutschland und Schweiz künftig ihre touristischen Werbeaktivitäten bündeln und gemeinsam für "Urlaub in den Alpen" werben wollen. Dies beschlossen Anfang Juli die Wirtschaftsminister Martin Bartenstein/A, Michael Glos/D und Doris Leuthard/CH in Rostock. Die drei Alpenländer möchten mit diesem Konzept gemeinsam auf der Expo 2010 in Shanghai auftreten - mit Kuhglocken und Alphornbläsern als touristischen Botschaftern.
Die Notwendigkeit von grenzüberschreitender Zusammenarbeit und gemeinsamem Marketing im Bereich Tourismus wird immer deutlicher. Dabei sollte aber aus der Sicht der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA der Aspekt der Nachhaltigkeit in einer so gut geförderten Branche wie dem Tourismus ebenfalls eine wesentliche Rolle spielen. Der Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung im Alpentourismus ist jedoch weit und mehr Flugverkehr aus Übersee wird sicher nicht zu diesem Ziel führen. Dem Thema Nachhaltiger Tourismus widmet sich die aktuelle Ausgabe des CIPRA Info (Nr. 83), welche unter www.cipra.org/de/cipra-home/alpmedia (de/fr/it/sl) herunter geladen werden kann.
Quellen: www.provinz.bz.it/pressnotes/module/pres (de/it); www.kurier.at/nachrichten/wirtschaft/87205 (de)