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Staubbedeckung beschleunigt Schneeschmelze rapide

Eine neue Studie zeigt, dass vom Wind über hunderte von Kilometern eingeblasener Staub aus Erosionsgebieten oder Trockenräumen die Schneeschmelze in den Bergen Colorados/USA um rund einen Monat beschleunigen kann. Nicht die Tatsache des rascheren Abschmelzens der staubbedeckten Schneedecke sondern das gemessene sowie auch modellierte Ausmass hat die ForscherInnen des National Snow and Ice Data Center in Boulder überrascht.
Der dunklere Staub absorbiert mehr Wärme als eine helle, reflektierende Schneedecke und fördert so die Schneeschmelze. Je mehr sich das Klima erwärmt, desto weniger Schneefälle sind zu erwarten, desto seltener werden Staubschichten durch Schnee überlagert. Dies führt zu einer zusätzlichen Beschleunigung des ganzen Phänomens. Gerade im Südwesten der USA wird das Klima zudem wärmer und trockener, was Staubauswehungen weiter begünstigt. Prinzipiell findet sich jedoch der gleiche Mechanismus auch im Himalaja oder in den Alpen (z.B. durch eingeblasenen Saharastaub). Publiziert wurde die Studie am 23. Juni in den Geophysical Research Letters (Vol. 34, No. 12): www.agu.org/pubs/crossref/2007/2007GL030284 (en)