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Italien fordert besseren Schutz der Grossraubtiere in den Alpen

Bär

Der Braunbär gehört gemäss Berner Konvention zu den streng geschützten Arten. © Lammerhuber, www.wien.gv.at

Wandern Wölfe von Italien, wo sie einen umfassenden Schutz geniessen, in die Schweiz oder nach Frankreich, droht ihnen oft der Abschuss. Dieser Missstand wird vom italienischen Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio hart kritisiert.
An der IX. Alpenkonferenz in Alpbach/A hat Scanio die Notwendigkeit erläutert, die bestehende paradoxe Situation mit Hilfe eines grenzüberschreitenden Abkommens zu verbessern. Er fordert das Engagement der Unterzeichner der Alpenkonvention für ein gemeinsames Programm zum Schutz der Grossraubtiere.
Scanio stellt fest, dass die EU-Richtlinien und internationalen Abkommen für den Schutz der grossen Beutegreifer Bär, Luchs und Wolf zu wenig wirksam sind. Die Herausforderung bestehe darin, die menschlichen Aktivitäten mit den Bedürfnissen der Raubtiere in Einklang zu bringen. Die betroffenen Länder, so der Minister, müssen kooperieren, die gesammelten Erfahrungen anderer Länder berücksichtigen und ein gemeinsames Konzept entwickeln. Ziel sollte nicht sein, Schutzgebiete weiter zu entwickeln, sondern die Verbindung des bestehenden Netzwerks der Schutzgebiete mit Korridoren.
Quelle: Öffentliche Erklärung des italienischen Umweltministers Alfonso Pecoraro Scanio, Alpbach 8./9. November