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Wälder der Alpen reagieren sensibel auf den Klimawandel

Junge Flaumeiche (rechts) neben absterbender Waldföhre im Wallis.

Waldschäden durch Trockenheit nehmen zu. © Andreas Rigling / WSL

Der Klimawandel hat schon heute deutliche Auswirkungen auf den Wald in den Alpen.
Veränderungen der Baumartenzusammensetzung oder Anhebung der natürlichen Waldgrenze sind Beispiele für Erscheinungen, die WissenschaftlerInnen auf dem "Forum für Wissen 2006" der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) mit der Klimaerwärmung in Verbindung brachten.
Die Klimaänderung wird sich künftig in Form von mehr Trockenperioden als auch mehr Starkniederschlägen bemerkbar machen. Im Wallis hat durch die Verdoppelung heisser Tage seit 1980 die Flaumeiche die Kiefer bei der Naturverjüngung überholt. In der Südschweiz kamen in den letzten 20 Jahren 15 immergrüne Arten zur heimischen Flora hinzu. Für die Zukunft werden noch umfangreichere Veränderungen der gesamten Pflanzen- und Tierwelt erwartet, bis hin zur Ansiedlung von Palmen im Schweizer Mittelland. Im Sinne einer intelligenten und nachhaltigen Waldbewirtschaftung raten die ForscherInnen von der WSL, heute schon vermehrt Mischwälder zu schaffen, die auch trockenheitstolerante Arten beinhalten.
Download des deutschsprachigen Tagungsbandes: www.wsl.ch/lm/publications/e-publ/forum/2006 (de)
Bibliografie: Wohlgemuth, T. (Red.) 2006: Wald und Klimawandel. Forum für Wissen 2006. ISSN 1021-2256. 71 Seiten.