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Erneute Abschussbewilligung für einen Wolf in der Schweiz

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde in der Schweiz ein Wolf zum Abschuss freigegeben, weil er angeblich rund 30 Schafe im Val d'Illiez gerissen habe. Das Konzept "Wolf Schweiz" des Bundesamts für Umwelt ermöglicht einen solchen Abschussentscheid.
Der WWF Schweiz fordert, das Konzept anzupassen, um das Überleben der streng geschützten Art zu sichern. Gegebenenfalls will der WWF Rekurs gegen die Abschussbewilligung einlegen. Wie Erfahrungen in Italien zeigen, ermöglichen Herdenschutzmassnahmen eine friedliche Koexistenz mit dem Wolf. Trotz höherer Wolfs-Populationen konnten so in Italien Abschüsse umgangen werden. In einer Resolution forderte die internationale Alpenschutzkommission CIPRA 2005 den Verzicht auf Abschüsse, bis das Ziel einer dauerhaften und stabilen Präsenz des Tieres in den Alpen erreicht ist. Zwischenzeitlich arbeitet im französischen Nationalpark Mercantour eine Gruppe von Wissenschaftlern mit Unterstützung des US-amerikanischen Wolfs-Experten Carter Niemeyer daran, Wölfe in Fallen zu fangen, ohne sie zu verletzen. Quelle und Infos: www.wwf.ch (de/fr/it), www.cipra.org/ (de/fr/it/sl)