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Schweizer Berglandwirtschaft vor drastischen Veränderungen

Ein Abbau der Direktzahlungen in der Schweizer Landwirtschaft hätte für die Bergbauern und -bäuerinnen drastische Folgen. Bei einer weitgehenden Liberalisierung des Agrarbereichs würde in bestimmten Bergregionen in zehn Jahren bis zu einem Fünftel der heutigen landwirtschaftlichen Nutzfläche nicht mehr bewirtschaftet.
Dies zeigt eine Studie des Schweizerischen Nationalen Forschungsprogramms "Landschaften und Lebensräume der Alpen".
Die Forscherteams befragten Bauern und Bäuerinnen in Graubünden und entwickelten ein quantitatives Agrarstrukturmodell. Mit diesem prognostizierten sie die Entwicklung der Berglandwirtschaft ausgehend von sechs Szenarien, die von einer vollständigen Liberalisierung der Landwirtschaft bis zu parzellenscharfen ökologischen Nutzungsvorgaben reichen. In allen Szenarien nimmt die bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche ab und das Landschaftsbild und die Biodiversität ändern sich. Bei jenen Szenarien, die von gleich bleibenden Direktzahlungen ausgehen, sind diese Entwicklungen jedoch am wenigsten markant.
Quelle und Infos: www.snf.ch/de/com/prr/prr_arh_06mar20.asp (de)