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Tirol: Ausbaupläne zur Stromgewinnung aus Wasserkraft

Nach Plänen des Tiroler Landeshauptmanns Herwig van Staa und der Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag) soll die Wasserkraft in Tirol weiter ausgebaut werden. Das geht aus dem im Dezember von der Tiwag vorgelegten "Optionenbericht" hervor, der 16 Projekte zur künftigen Wasserkraftnutzung enthält.
Die Pläne betreffen im Wesentlichen die bestehenden Speicherkraftwerke im Kaunertal beziehungsweise Kühtai und ein mehrstufiges Kraftwerk im Ötztal. Die betroffene Bevölkerung wurde nicht in die Planung einbezogen.
Gemäss einer Umfrage der Universität Innsbruck steht denn auch die Bevölkerung den Ausbauplänen überwiegend ablehnend gegenüber. Widerstand gegen die Projekte formiert sich aufgrund der Informationslage aber zögernd. Auf Anordnung von van Staa wird in den nächsten Monaten eine Arbeitsgruppe von Amtsexperten des Landes Tirol die Vorprüfung des Tiwag-Optionenberichtes durchführen. Das Vorprüfungsergebnis wird als Entscheidungsgrundlage für die politische Prioritätensetzung dienen und der Entwurf ab Mitte 2005 mit den betroffenen Gemeinden, Grundeigentümern, NGO-Vertretern und politischen Parteien diskutiert. Aus der Sicht von Peter Hasslacher, Raumplaner beim Österreichischen Alpenverein, wird die Akzeptanz wesentlich davon abhängen, inwiefern Vorranggebiete für den Tourismus und Schutzgebiete von Eingriffen frei bleiben.
Quellen: TAZ 10.01.05 (de), Der Standard 09.12.2004, Österreichischer Alpenverein