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Die Alpen für die Zukunft fit machen - Projektstart "Zukunft in den Alpen"

Im Rahmen der Alpenwoche 2004 in Kranjska Gora, Slowenien, hat die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA ihr neues Projekt "Zukunft in den Alpen" vorgestellt - ein breit angelegtes Projekt zur Förderung einer zukunftsfähigen Entwicklung im Alpenraum.
Mit dem Projekt möchte die CIPRA die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen, wie sie im Vertragswerk der Alpenkonvention festgeschrieben ist, beschleunigen. "Zukunft in den Alpen" hat eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren. Die Projektkosten betragen rund 2,4 Millionen Euro. Der Handlungsbereich des Projekts ist der gesamte Alpenbogen von Nizza in Frankreich bis Maribor in Slowenien.
Das Projekt "Zukunft in den Alpen" richtet sich an diejenigen Menschen, Unternehmen und Institutionen, die mit ihrer täglichen Arbeit die Zukunft in den Alpen gestalten. Sie sollen sich vernetzen, um Wissen und Informationen auszutauschen, sie sollen Zugang zu praxistauglichem Wissen erhalten und bei innovativen Projekten unterstützt werden.
Das Projekt führt aktuelles Wissen aus der Forschung und Erfahrungswissen aus der Praxis zusammen, bewertet es und bereitet es so auf, dass es für Interessierte nutzbar ist. Um dieses Wissen zu verteilen, tauschen sich beispielsweise Landwirte in einer Lernwerkstatt über Möglichkeiten aus, wie sie auch in Zukunft mit ihrem Beruf in den Alpen ein ausreichendes Einkommen erwirtschaften können. Grundlegende Informationen werden in einem 3. Alpenreport veröffentlicht. Die Anwendung des Wissens gestaltet sich beispielsweise so, dass sich nachhaltig wirtschaftende Tourismusbetriebe an einem "Unternehmen Alpen" beteiligen, das im Rahmen des Projekts gegründet werden soll.
Die Herausforderung für das Projekt "Zukunft in den Alpen" besteht darin, Plattformen zu schaffen, über welche die Akteurinnen über die nationalen und sprachlichen Grenzen der Alpen hinweg ihre Zusammenarbeit verstärken. Das Projekt will den interaktiven Austausch in vier Sprachen zwischen Praxis, Wissenschaft, Verwaltung, NGOs und Politik vorantreiben.
Die eidgenössische Forschungsanstalt WSL wird das Projekt wissenschaftlich begleiten. Die Finanzierung wird durch die MAVA-Stiftung für Naturschutz in Montricher/CH sichergestellt.