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Medienmitteilung

Zukunftsthema Mobilität bewegt Länder und Menschen

(c) CIPRA International

Im Rahmen des Mobilitätsprojektes Pemo besuchten vergangenen Montag die Projektpartner aus Liechtenstein, Deutschland, der Schweiz und Österreich die Grenzregion Basel. Sie tauschten Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Mobilität mit der Stadt Basel aus und erhielten Impulse von Unternehmen, die ihre Massnahmen für das betriebliche Mobilitätsmanagement vorstellten.

Das Ziel des grenzüberschreitenden Projektes Pemo, an dem sich auch das Land Liechtenstein beteiligt, ist, konkrete Massnahmen zur nachhaltigen Pendlermobilität im Rheintal und südlichen Bodenseeraum umzusetzen. Erfolgreiche Mobilitätsstrategien aus anderen Städten oder Unternehmen sollen dabei einfliessen. So besuchten die liechtensteinischen Projektvertretenden vom Amt für Bau und Infrastruktur, LIEmobil, Hilti AG und CIPRA International zusammen mit den weiteren Projektpartnern die Grenzregion Basel.

Transnationale Lösungen gefragt

Ähnlich wie im Rheintal grenzen im Raum Basel auch verschiedene Länder aneinander: die Schweiz, Frankreich und Deutschland. Die grenzüberschreitende Mobilität sei in Basel Alltag und bringe zahlreiche Herausforderungen mit sich, erklärt Antje Hammer, Geschäftsführerin des Pendlerfonds des Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt. Drei Länder, das bedeutet verschiedene Tarifsysteme, unterschiedliche rechtliche Grundlagen und Zuständigkeiten und im Fall von Basel zwei Bahnhöfe. Derzeit gibt es noch kein übergreifendes Konzept, sondern viele Einzellösungen. Doch das Ziel ist gesetzt: ein trinationaler Vertrag. An diesem Punkt knüpft auch der Verein Agglo Basel an, der eine ganzheitliche und aufeinander abgestimmte Verkehrsentwicklung in der Agglomeration Basel anstrebt. Der Verein bildet ein Gefäss, um die unterschiedlichen Akteure in der Region an einen Tisch zu bringen. «Grenzüberschreitende Projekte werden erst dann bedeutsam, wenn sie von den verschiedenen Akteuren gemeinsam gestaltet und auch finanziert werden. Nur so werden sie zum eigenen Projekt und politisch relevant», betont Patrick Leypoldt, Geschäftsführer der Agglo Basel.

Mobil im Unternehmen

Im Rahmen des Treffens besuchten die Projektpartner verschiedene Unternehmen, unter anderem die Firma Roche. Diese baut in der Stadt gerade ihre Firmenzentrale aus. Bis 2021 werden durch den Bau eines zweiten Hochhauses 1700 weitere Arbeitsplätze geschaffen. Ein Parkplatz für jeden ist auf diesem beengten Raum unmöglich. Mit gezielten Massnahmen wie Parkplatzbewirtschaftung, Bonussystemen, flexible Arbeitszeitmodellen und klare Regelungen für den Parkplatzanspruch begegnet das Unternehmen dieser Herausforderung. Ingo Pohl, Head of Strategy and Concepts bei Roche, riet, für die Umsetzung einer neuen Mobilitätsstrategie genügend Zeit einzuplanen, Mitarbeitende in den Prozess einzubinden sowie Ausnahmeregelungen für berufliche und familiäre Sondersituationen vorzusehen. Auch im Projekt Pemo werden anhand Befragungen der Mitarbeitenden individuelle Lösungen für die teilnehmenden Unternehmen erarbeitet. Daniel Oehry, Mobilitätsmanager bei der Hilti AG und Pemo-Projektpartner: «Der Austausch mit anderen Fachleuten war eine Bestätigung, dass wir mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg sind.»
René Kaufmann vom liechtensteinischen Amt für Bau und Infrastruktur betont ausserdem, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Basel verdeutlicht habe, wie wichtig die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren sei.

Rückfragen sind zu richten an:
Jakob Dietachmair, Projektleiter Klima und Energie, Tel. +423 237 53 53; international@cipra.org

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