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Medienmitteilung

Sinn und Sinnlichkeit zeitgemässer Bauten

Die CIPRA hat langjährige Erfahrung mit energieeffizientem Bauen und Sanieren. Und sie hat langjährige Erfahrung mit dem Vernetzen von Menschen und dem Verbreiten von Informationen. Sie ist deshalb prädestiniert, Wissen über zeitgemässe Bauten weiterzutragen – alpenweit und darüber hinaus. Der CIPRA-Jahresbericht 2010 «Bauen für die Zukunft» handelt von solchen Geschichten.

Ideen verbreiten sich ähnlich wie Viren. Sie befallen eine Person, die wiederum andere ansteckt, und wenn sie gut und stark sind, können sie sich zu einer Epidemie ausweiten. Energieeffizientes Bauen und Sanieren ist ein solches Ideenvirus. Auch 2010 breitete es sich wiederum über die Alpen aus, wie aus dem aktuellen CIPRA-Jahresbericht «Bauen für die Zukunft» hervorgeht.

Hinter dem «Befall» steckt die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA, die sich seit bald 60 Jahren für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpen einsetzt und sich in allen Themen engagiert, die die Alpen betreffen. Insbesondere mit dem Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren hat die Nichtregierungsorganisation mit Sitz im liechtensteinischen Schaan und nationalen Vertretungen in allen Alpenländern langjährige Erfahrungen. Dieses Wissen und die Freude darüber alpenweit und darüber hinaus weiterzutragen, ist eines ihrer Hauptanliegen und Kernkompetenzen. Denn leider entfällt heute immer noch rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs in Europa auf das Bauen, Nutzen und Entsorgen von Gebäuden. Private Haushalte verbrauchen somit gleich viel Energie wie der Verkehr – wider besseres Wissen oder besseren Willen.

Virus pflanzt sich fort
2010 wurde das Ideenvirus zum Beispiel von Vorarlberg in Österreich ins französische Departement Savoyen übertragen. Anlass war eine von der CIPRA organisierte Exkursion mit 30 GemeindevertreterInnen. Diese erfuhren in Vorarlberg, das als Zentrum für innovativen Holzbau gilt, dass energieeffizientes Bauen mit regionalem Holz sinnvoll und machbar ist. Als Resultat steht nun in der französischen Gemeinde Saint Martin de Belleville eine Kindertagesstätte im Minergie-Standard. Einmal in Fahrt gekommen, wurden gleich auch noch die Gebäude der Touristeninformation energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Und nun möchte die Gemeinde die Ausbreitung selber vorantreiben: Sie lud 70 Kommunalpolitiker ins Bergdorf ein, um zu zeigen, wie man beim Bauen Energie spart.
Ein Höhepunkt war auch der «Liechtensteinpreis für nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen», den die CIPRA im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Land Liechtenstein initiierte. Die prämierten Objekte werden hoffentlich vielen Bauherren und Architektinnen als Leuchttürme dienen für ihre eigenen Projekte. Die Titelgeschichte im CIPRA-Jahresbericht erzählt, wie es dazu kam.

Wo wär’ der Bär?
Auch an anderen Themen bleibt die CIPRA dran, wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist – zum Beispiel, wenn es um die Vernetzung von Lebensräumen für Bären und Co. oder den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Öffentlichkeit geht. Die CIPRA hilft mit, Lebensräume und Menschen zu vernetzen, damit die Vielfalt in den Alpen erhalten bleibt. Sie informiert über Geschehnisse und Aktivitäten in den Alpen, um die Menschen für diesen besonderen Lebensraum zu sensibilisieren. Sie weist auf Missstände hin, um Bewegung in stockende Prozesse zu bringen. Vor allem aber unterbreitet sie immer wieder Lösungsvorschläge, die ganzheitlich und zukunftsweisend sind – damit das Leben in den Alpen der Natur gerecht wird, die Menschen glücklich macht und ihnen auch in Zukunft ein Auskommen bietet.

Der Jahresbericht steht zum Download bereit unter www.cipra.org/jahresberichte

Rückfragen bitte richten an:
Andreas Götz, Geschätftsführer CIPRA International, +41 79 651 51 19, E-Mail 
Barbara Wülser, Kommunikationsverantwortliche CIPRA International, +423 237 53 53, E-Mail

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