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Medienmitteilung

Raumplanung als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung

Innsbruck/A

Raum ist begrenzt – besonders in den Alpen. Unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen prallen in der Raumplanung aufeinander. Wie lassen sich diese miteinander vereinbaren? Die CIPRA-Jahresfachtagung «Alpine Raumsphären – Natürliche Grenzen, unendliche Möglichkeiten» bietet am 29. und 30. September 2017 in Innsbruck/A Raum für Diskussionen und Austausch.

In den Alpen stehen gut erschlossene Gebiete mit grossem Nutzungsdruck peripheren, von Abwanderung betroffenen Regionen gegenüber. Diese Entwicklung spiegelt sich in der Landschaft und in der Politik: In den einen Räumen kommt die Infrastruktur an ihre Belastungsgrenzen, in den anderen stellt sich die Frage, wie sie weiter finanziert werden soll. In der Raumplanung laufen die Fäden zusammen, doch Lebensstile, Wirtschaftsweisen und knapp verfügbaren Ressourcen stellen sie vor Herausforderungen. Peter Haßlacher, Präsident von CIPRA Österreich, betont: «Das Ziel aller Beteiligten muss es ein, die Raumplanung in Einklang mit gesellschaftlichen Herausforderungen zu gestalten und zu entwickeln. Ihr politischer Stellenwert bedarf aufgrund der zum Teil dramatischen Rahmenbedingungen und jahrelangen Versäumnisse einer alpenweiten Stärkung.» Am 29. und 30. September 2017 lädt die CIPRA nach Innsbruck/A ein, um über diesen Stellenwert der Raumplanung zu diskutieren. Die Fachtagung wird in die vier Alpensprachen gedolmetscht.

Impulse und Austausch

«Raumplanung: eine öffentliche Aufgabe zwischen Missverständnis und Missbrauch». Diesem Statement geht der österreichische Raumplaner Friedrich Schindegger in seinem einleitenden Vortrag nach. Wie wir in der Raumplanung auf den demographischen Wandel und auf die steigenden Erwartungen an Mobilität, Konsum, Energie und Erholung reagieren können, beleuchtet Gianluca Cepollaro, Direktor der Schule für Raum- und Landschaftsordnung step in Trento/I.

Für Diskussionsstoff auf dem Podium sorgt der Blick auf den «Zustand» der Raumplanungspolitik im Alpenraum: unter anderem mit Markus Reiterer, dem Generalsekretär der Alpenkonvention, oder Gerlind Weber (ehemals BOKU Wien), die etwa für strukturschwache Regionen «aktive Sterbehilfe» fordert. Workshops zu den Themen Talverdichtungen, die vielen Funktionen gerecht werden müssen, alpine Tourismuszentren und ländliche Räume im Erschliessungs- und Abwanderungsdruck bieten Gelegenheit zum Austausch. Die interaktive Fallstudie «Alpwil» betrachtet die Raumordnung der Zukunft anhand einer fiktiven Alpengemeinde. Am Samstag erhalten die Teilnehmenden bei zwei Exkursionen Einblicke in die Raumplanung des Inntals und der Stadt Innsbruck.

Die CIPRA-Jahresfachtagung beleuchtet die Raumplanung aus verschiedenen Blickwinkeln und regt zu Diskussionen an. Katharina Conradin, Präsidentin von CIPRA International, unterstreicht die Bedeutung des Austausches: «Die CIPRA-Jahresfachtagung vernetzt Menschen aus dem Alpenraum und regt zum länderübergreifenden Austausch an. Raumplanung macht nicht an den Ländergrenzen Halt!»

 

Rückfragen bitte richten an:

Peter Haßlacher, Vorsitzender von CIPRA Österreich, peter.hasslacher@cipra.org, Tel. +43 664 122 39 40

Josef Essl, Geschäftsführer CIPRA Österreich, josef.essl@cipra.org, Tel.: +43 664 88 62 48 76 

Magdalena Holzer, Projektleiterin CIPRA International, magdalena.holzer@cipra.org, Tel. +423 237 53  13 

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