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Medienmitteilung

Ein Haus wie ein Schaf: der climalp-Bericht über nachhaltiges Bauen und Sanieren

Mit der Informationskampagne „climalp“, zeigt die CIPRA seit 10 Jahren, dass energieeffiziente Häuser aus ökologischen Baustoffen hohen Wohnkomfort bieten, den Geldbeutel schonen und der Umwelt gut tun. Ein überarbeiteter Hintergrundbericht zeigt nun die verschiedenen Aspekte von nachhaltigen Bauen und Sanieren.

In Auzet in den französischen Südalpen befinden sich auf 1300 m Seehöhe die höchstgelegensten Passiv-Sozialbauten von Frankreich. (c)RogerIsoard

Im Winter ist ihnen wohlig warm, im Sommer angenehm kühl: Schafe haben durch ihre Wolle eine natürliche Dämmung und können sich so den unterschiedlichen Temperaturen anpassen. Gebäude sollten auf gleiche Weise funktionieren, um Energieeinsparungen zu erreichen.  

Im Gebäudesektor werden sehr viele Ressourcen wie Boden, Baustoffe oder Energie verbraucht. Verschiedenen Studien zur Folge wird die Hälfte der weltweiten Energie beim Bauen, Bewohnen und der Wiederverwertung von Gebäuden verbraucht. Darum hat die CIPRA 2004 den Hintergrundbericht „Energieeffiziente Häuser aus regionalem Holz im Alpenraum“ verfasst. Darin wird aufgezeigt wie es möglich ist Gebäude ohne Heizung zu bauen und Holz hervorragende Eigenschaften als Baumaterial hat.

Um Bauherrn, Firmen, ArchitektInnen und politische EntscheidungsträgerInnen mit konkreten Beispielen zu überzeugen und zu motivieren, hat die CIPRA viele Veranstaltungen und internationale Studienreisen organisiert. Vor allem im Alpenrheintal, einer Vorzeigeregion für nachhaltiges Bauen und Sanieren. TeilnehmerInnen aus allen Alpenländern haben die innovativen Ideen in ihre Länder mitgenommen, um dort neue Projekte zu entwickeln. Ein Beispiel sind die Passiv-Sozialbauten auf 1.300m Seehöhe in dem kleinen Dorf Auzet/F, die im letzten Februar bezogen wurden.

Ein aktualisierter Bericht
In vielen Regionen der Alpen ist nachhaltiges Bauen heutzutage keine reine Fiktion mehr. Trotzdem nimmt der Energie- Boden und Ressourcenverbrauch zu. Beanspruchten die AlpenbewohnerInnen in den 1980er Jahren durchschnittlich noch rund 30 Quadratmeter für wohnen und arbeiten, so sind es heute über 40. Auch Städte wachsen immer mehr und brauchen so mehr Flächen.

Mit der Aktualisierung des Berichts adressiert die CIPRA neue und immer noch aktuelle Themen, und versucht Antworten zu nachhaltigem Bauen zu geben. Der Hintergrundbericht «Nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen» gliedert sich in fünf Module: (1) Warum nachhaltig bauen? (2) Energie und Gebäude (3) Ökologische Baumaterialien (4) Suffizienz und Raumplanung (5) Die Situation in den Alpenländern. Er richtet sich an alle, die bei einem Bau-, Sanierungs-, oder Planungsprojekt involviert sind.

Der Bericht steht auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Slowenisch zum kostenlosen Download auf www.cipra.org/de/climalp zur Verfügung.
Rückfragen bitte richten an:
Carole Piton, Projektleiterin climalp
+423 237 53 05,

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