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Medienmitteilung

Die Natur, der Kitt der alpinen Gesellschaft

Nachhaltige Entwicklung ist nicht auf Naturschutz beschränkt. Als Leitidee, die alle Lebensbereiche durchwirkt, gehört das Thema auf jeden Mittagstisch, in jede Werkstätte, in jedes Schulzimmer, in jedes Parlament. Die CIPRA rückt mit alpMonitor den Beitrag der Gesellschaft in den Mittelpunkt. Anlass gibt der Internationale Tag der Berge.

Lange Zeit lag der Schutz der Umwelt in den Händen von NaturwissenschaftlerInnen. Spätestens seit der Konferenz der Vereinten Nationen 1992 in Rio, Brasilien, verbindet nachhaltige Entwicklung die Umwelt- mit der Entwicklungsfrage. Das Konzept hat den Weg zumindest rhetorisch auf die politische Bühne gefunden. Die naturwissenschaftlichen und technischen Grundlagen liegen vor. Die mit nachhaltiger Entwicklung verbundenen Vorstellungen und Konzepte konnten sich bislang aber nur mühsam in den Köpfen der Menschen festsetzen. Damit nachhaltige Entwicklung nicht nur als gesellschaftliches und politisches Ziel formuliert, sondern auch umgesetzt wird, braucht es das Mittun aller. Sie findet nur statt, wenn sie aus der Mitte der Gesellschaft kommt. Mit dem Projekt alpMonitor stärkt die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA, die ihre Wurzeln im Umweltschutz hat, den Beitrag der Gesellschaft an die nachhaltige Entwicklung, indem sie beobachtet, dokumentiert, auf Missstände und Lösungsvorschläge aufmerksam macht.

Glück ist subjektiv und universal

Der Internationale Tag der Berge am 11. Dezember ist eine Gelegenheit, auf die Situation von Bergregionen aufmerksam zu machen. Allerdings geht es nicht einfach um «die Bergregionen», es geht vielmehr um die Menschen, die in diesen Regionen leben und arbeiten. Sie alle wünschen sich Glück, Zufriedenheit, Wohlbefinden. Doch was heisst das? Die Vorstellung, was ein gutes Leben ist, hängt vielfach mit subjektiven Werten und persönlichen Bedürfnissen zusammen. Zentral ist hingegen, dass zuallererst unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind. Und diese sind universal. Dazu gehören in erster Linie eine intakte Umwelt, Ernährung, Gesundheit, soziale Kontakte, Mitbestimmungsrechte, Erwerbsmöglichkeiten und Bildung.

Alpines Lebensgefühl eint die Menschen

Die Alpen bieten mit ihrem reichhaltigen Natur- und Kulturerbe eine einzigartige Lebensqualität. Das haben auch viele Menschen ausserhalb der Alpen entdeckt, weshalb sie ihren Wohnsitz gerne in die Alpen verlegen oder diese als Touristinnen und Touristen besuchen. So treffen sehr unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinander: Ortsansässige, Rückkehrende, Zugezogene, temporäre Aufenthalter verschiedener Generationen. So verschieden die Menschen sind, so eint doch alle das kollektive Lebensgefühl in den Alpen. Es ist der Kitt, der eine immer vielfältigere und zersplittertere Gesellschaft zusammenhält – sofern sie sich der Endlichkeit und Zerbrechlichkeit der natürlichen Ressourcen in den Alpen bewusst ist.

Eine Themenlandschaft für die Alpen

Mit dem Ziel vor Augen, ein gutes Leben in den Alpen zu erhalten und auch künftigen Generationen zu ermöglichen, hat die CIPRA mit alpMonitor mit Unterstützung von Expertinnen und Experten eine Themenlandschaft mit fünf zentralen Handlungsfeldern abgesteckt (siehe http://alpmonitor.cipra.org/). Auf den Weg macht sie sich mit dem Vorsatz der Genügsamkeit, dem Leitmotiv der Solidarität und der Forderung nach partizipativen Entscheidungsprozessen.

Fragend nähert sich die CIPRA in den nächsten Monaten mit alpMonitor dem ersten Handlungsfeld «Natur und Mensch»: Wie gestalten wir das Verhältnis von Natur und Mensch? Welche Veränderungen bringen Klimawandel und demografischer Wandel mit sich? Wie kann die öffentliche Wahrnehmung für diese Herausforderungen geschärft werden, damit die Menschen für ihre Lebensgrundlagen einstehen? Fortsetzung folgt im Newsletter alpMedia, zu abonnieren unter www.cipra.org/alpmedia.

Rückfragen bitte an:

Claire Simon, Geschäftsführerin, +423 237 53 53, claire.simon@cipra.org
Barbara Wülser, Kommunikationsverantwortliche, +423 237 53 11, barbara.wuelser@cipra.org

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