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Medienmitteilung

Die CIPRA ist der Veränderung auf der Spur

Begegnungen: Treffen mit dem Generalsekretar der Alpenkonvention, Markus Reiterer. (c) Michele Silvestro

Ein Vierteljahrhundert ist vergangen, seit die Alpenkonvention ins Leben gerufen wurde. Welche Rolle das internationale Abkommen für die alpenweite Zusammenarbeit heute spielt und künftig spielen könnte, zeigt CIPRA International im Jahresbericht auf. Eine Veränderung gibt es bei der Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Liechtenstein: Ab August 2016 übernimmt Andreas Pichler das Ruder.

In Markus Reiteres Büro in Innsbruck, Österreich, hängt ein Bild, das von einer lustvollen und nachhaltigen Reise erzählt. Der Generalsekretär der Alpenkonvention hat es, wie andere VertreterInnen der Alpenkonvention, im Juni 2015 an der Expo in Mailand erhalten. Gestaltet wurde es von Jugendlichen des CIPRA-Projekts «Youth Alpine Express» aus Materialien, die sie auf ihrer Reise dorthin gesammelt haben. Abfall, würden manche sagen. Wertstoff, meinen andere. Als Botschaft taugen die Bilder allemal: «Reduce, reuse, recycle – reduziere, verwerte wieder, erneuere!» Im Jubiläumsjahr der Alpenkonvention ist diese Botschaft wichtiger denn je, sind die Alpen mit ihren reichhaltigen natürlichen Ressourcen in der heutigen Zeit doch besonders unter Druck.

Innovation kommt von unten

25 Jahre nach der Lancierung der Alpenkonvention zieht CIPRA International Bilanz in ihrem aktuellen Jahresbericht. Vieles wurde erreicht. So hat sich die Alpenkonvention, nicht zuletzt dank Vermittlung der CIPRA, der Jugend geöffnet.  Andere Herausforderungen harren indes einer Lösung und sind heute akuter denn je: Der Klimawandel beispielsweise stellt gängige Wirtschafts- und Tourismusmodelle in Frage. Antworten darauf könnten unter anderem unter Vermittlung der Alpenkonvention gefunden werden, die dank der internationalen Zusammenarbeit über mannigfaltige Kontakte und Expertisen verfügt. Sie inspirierte im letzten Vierteljahrhundert bereits zahlreiche Aktivitäten und Initiativen. Bei vielen dieser war oder ist die CIPRA beteiligt – nachzulesen im Jahresbericht von CIPRA International.

Für die Zukunft wünscht sich die CIPRA mehr Offenheit für die Zivilgesellschaft und für partizipative Prozesse, im Wissen: Viele Hände und Köpfe ermöglichen Vielfalt, Innovation und tragfähige Lösungen. Voraussetzung dafür sind Vertrauen, Zugang zu Informationen und die Fähigkeit, gute Gespräche zu führen und einander zuzuhören.

Der Jahresbericht ist gedruckt oder als pdf erhältlich bei CIPRA International unter +423 237 53 53, international@cipra.org oder www.cipra.org/jahresberichte.

Im Zeichen von Konstanz und Wandel

Bei CIPRA International stehen Veränderungen an: Die Geschäftsführerin Claire Simon übergibt die Leitung der Geschäftsstelle in Schaan, Liechtenstein, per 1. August 2016 an ihren Stellvertreter Andreas Pichler. Die deutsch-französische Doppelbürgerin prägte die Geschicke der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA während zwölf Jahren mit. 2006 wechselte die damalige Geschäftsführerin von CIPRA Frankreich zu CIPRA International, wo sie kurz darauf die Funktion der Stellvertretenden Geschäftsführerin übernahm. Seit 2013 setzt sie sich als Geschäftsführerin für stetige Erneuerung und gleichzeitige Konsolidierung der Organisation ein. Die 38-Jährige wirkte massgeblich darauf hin, dass sich die CIPRA den nächsten Generationen öffnet und dass ein Jugendbeirat gegründet wurde. Dank der Veränderungsbereitschaft und Vertrauensbasis, die sie im Team von CIPRA International und im Netzwerk schaffte, gelang es der CIPRA nicht nur, sich auf der Bühne der internationalen Alpenpolitik zu behaupten, sondern auch Veränderungen anzustossen und auf innovative Ansätze bei der Prozessgestaltung hinzuwirken. Claire Simon zieht es mit ihrer Familie zurück in ihre Heimat Frankreich. Sie wird die Organisation weiterhin begleiten im Rahmen eines Auftrags und als Geschäftsführerin des Vereins «Alpenstadt des Jahres».

Mit Andreas Pichler konnte ein Nachfolger gewonnen werden, der trotz seiner jungen Jahre auf vielfältige Erfahrungen in der Führung und in Alpenthemen aufweisen kann. Der beinahe 30-Jährige aus Brixen in Südtirol, Italien, stiess im November 2015 als Stellvertretender Geschäftsführer zu CIPRA International. Als vormaliger Geschäftsführer des Ökoinstituts Südtirol bringt er neben Lust am Thema der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen auch Führungserfahrung, Fachkompetenz und ein breites Netzwerk mit.

Rückfragen bitte an:       

Claire Simon, Geschäftsführerin CIPRA International
+423 537 53 53, claire.simon@cipra.org

Barbara Wülser, Kommunikationsverantwortliche CIPRA International
+423 237 53 11, barbara.wuelser@cipra.org

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