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Bildung und Ausbildung

Kanton Glarus/CH © Kanton Glarus_flickr

Lernen, leben, bleiben

Bildung gilt als Schlüssel für die persönliche und berufliche Entwicklung. Ebenso wichtig ist sie für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Sie bildet die Grundlage für technischen Fortschritt und sozialen Innovationen in den Alpen und weltweit.

Bildung, Arbeitsmarkt und demografische Trends sind stark miteinander verflochten. Die Auswahl an und die Nähe zu Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten beeinflussen die Wahl des Wohnorts und den Verbleib der Menschen in einer Region. Wenn Bildungsmöglichkeiten fehlen, wandert die Bevölkerung in Gebiete ab, wo passende Angebote vorhanden sind. In den Alpen bieten das vor allem Städte und Vorstadtgebiete, die sich am Rande der Berge befinden. Besonders junge Menschen, die eine höhere Ausbildung anstreben, wandern dorthin ab.

Die allgemeine Bildungssituation zeigt sich in den verschiedenen Regionen der Alpen sehr unterschiedlich. Die Verteilung des Bildungsniveaus ist vom Land abhängig und weniger von bestimmten Charakteristiken der Alpen. Sekundäre Bildungsabschlüsse sind im Alpenraum gut vertreten und in vielen Alpenländern höher als der nationale Durchschnitt. Abschlüsse im Bereich Hochschule und Universität (Tertiäre Bildung) sind im Alpenraum dagegen weniger vorhanden. Gleichzeitig entscheiden sich aber immer mehr Menschen für ein Hochschulstudium, was den demografischen Wandel und die Abwanderung aus peripheren Gebieten verstärken könnte. Die Digitalisierung bietet auch im Bildungsbereich neue Perspektiven und erlaubt unabhängig von Wohnort oder Tageszeit zu studieren. Gelernt wird in den eigenen vier Wänden, der soziale Austausch erfolgt über Chats, Videos oder per Skype. Vor allem für Berufstätige bietet ein Fernstudium viele Vorteile.

Die Berufsbildung unterscheidet sich deutlich in den verschiedenen Alpenländern. Während die berufliche Bildung in Frankreich und Italien vor allem durch Schule und Studium erfolgt, kennen die Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Slowenien, Österreich und Südtirol die betriebliche Berufsausbildung als angesehene Alternative zum Studium. Dieser duale Bildungsweg bietet einen direkten Einstieg in die Arbeitswelt, unterstützt das Handwerk und kann der Jugendarbeitslosigkeit entgegenwirken. Eine Stärkung der betrieblichen Berufsbildung ist auch in den Alpen nötig, denn die Anzahl der Ausbildungsplätze nimmt trotz drohendem Fachkräftemangel immer weiter ab.

 

Quellen und weitere Informationen:

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