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Nachhaltigkeitskriterien

© Patrick Nouhailler / flickr

Wie Tourismus bewerten?

Nachhaltigen Tourismus zu bewerten, ist äusserst komplex. Ökonomische Aspekte sind mit quantitativen Indikatoren noch relativ leicht zu bemessen. Bei ökologischen Aspekten hingegen wird es schwierig, und bei Kultur und Sozialem helfen einzig qualitative Betrachtungen.

Gütesiegel werden meist als Marketinginstrument gesehen. Sie helfen aber vor allem, auch die eigene Leistungsfähigkeit zu verbessern. Die Gütesiegel im Tourismusbereich erleben einen Aufschwung. Europaweit gibt es mehr als 100 verschiedene. Allerdings beziehen sich die meisten auf die Umwelt, nur wenige beziehen die Bereiche Arbeitsbedingungen, Soziales, Kultur und Ökonomie mit ein, sind also echte Nachhaltigkeitslabel.

Der grösste Teil nimmt Unterkünfte unter die Lupe. Die Bewertung von Destinationen und Reiseangeboten ist ungleich anspruchsvoller. Die Europäische Union hat mit dem «European Tourism Indicator Scheme» (ETIS) ein gutes Indikatorenset entwickelt, das aber nur Daten einsammelt und keine Bewertungen anbietet.

Mit TourCert hat sich eine Zertifizierung im Bereich der unternehmerischen Sozialverantwortung am Markt etabliert, die auch Destinationen beurteilt, vorerst allerdings nur in einem Modellprojekt in Baden-Württemberg, Deutschland. Versuche, Gütesiegel für Skigebiete zu entwickeln, sind eher «grüne Mäntelchen». Daher: Ein alpenweites, umfassendes Gütesiegel für nachhaltige Destinationen zu entwickeln, wäre daher eine sinnvolle Herausforderung.

 

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