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Partizipation

© Frank Schultze/Zeitenspiegel

Warum Beteiligung?

Ein Beteiligungsprozess bietet sich dann an, wenn es Betroffene mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Sichtweisen gibt und wenn ein gewisser Verhandlungsspielraum besteht. Menschen oder Organisationen werden in einen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess einbezogen. Wichtig für das Gelingen ist, dass die Spielregeln allen klar sind und dass das Ergebnis nicht vorweggenommen wird. Durch den Austausch mit anderen verändern die Beteiligten oft ihre Meinung; Fronten werden aufgeweicht, neue Lösungen ermöglicht.

Partizipative Prozesse erfordern Klarheit bezüglich des Ziels und des Zeithorizonts, ausreichend Ressourcen, Vertrauen, Transparenz, Zugang zu Informationen und die Fähigkeit, gute Gespräche zu führen und einander zuzuhören.

Wie Konflikte angehen?

Konflikte kommen auf, wenn es unterschiedliche Bedürfnisse gibt und diese bei Entscheidungen unzureichend berücksichtigt werden – was bei jedem Planungsprozess passieren kann. Partizipative Prozesse streben ausgewogene Entscheidungen an und geben Konflikten Raum. So tragen sie dazu bei, sich gegenseitig kennen und die unterschiedlichen Bedürfnisse respektieren zu lernen und so zu einer für alle gangbare Lösung zu kommen.

Es gibt verschiedene Modelle, wie Entscheidungen gefällt werden können. Ein beliebtes Entscheidungsmodell ist das Mehrheitssystem. Der Nachteil ist, dass diejenigen, die in der Minderheit sind, einen Entscheid womöglich nicht mittragen. Die Methode der Soziokratie wirkt dem entgegen, indem sie auf einen minimalen Konsens abzielt: Die Beteiligten können schwerwiegende Einwände einbringen, müssen diese aber begründen. Ähnlich geht man bei der Methode des systemischen Konsensierens vor: Man tastet sich an eine Lösung heran, indem man den Weg des geringsten Widerstand aus der Gruppe wählt.

Bricht ein Konflikt aus, kann Mediation helfen. Die Konfliktparteien suchen dabei in einem strukturierten Verfahren und mit professioneller Moderation gemeinsam nach einer Lösung. Erfolg haben solche Verfahren aber nur, wenn ihnen genügend Zeit eingeräumt wird. Ein Einigungsprozess kann von einigen Tagen oder Wochen bis zu mehreren Monaten dauern.

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