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CIPRA Jahresfachtagung 2003

Freie Fahrt für die Alpenkonvention?! Umsetzung am Brennpunkt Verkehr

Jahresfachtagung 2003 der CIPRA vom 23.-24. Oktober in Salzburg/A

Bereits seit Jahren fordert die CIPRA im Bereich Verkehr die Einführung effizienter Maßnahmen zur Reduktion des Schwerverkehrs, die Auslastung der Bahnkapazitäten sowie die Realisierung der Kostenwahrheit. Ebenso fordert die CIPRA seit langem die rasche Umsetzung der Alpenkonvention sowie die Bereitstellung der dafür dringend notwendigen finanziellen Mittel durch die Vertragsparteien.

Die Leitplanken für die Implementierung der Alpenkonvention sind durch das In-Kraft-Treten der Durchführungsprotokolle am 18. Dezember 2002 in Deutschland, Liechtenstein und Österreich gesetzt. Das Abschließen der noch ausstehenden Ratifizierungsprozesse in den übrigen Vertragsstaaten, der Wiedereinstieg der EU als aktiver Vertragspartner sowie die Inangriffnahme einer gemeinsamen, nachweislich spürbaren Politik für den Alpenraum sind die nächsten notwendigen Schritte.

Die diesjährige CIPRA-Jahresfachtagung greift aufgrund dessen die Umsetzung der Alpenkonvention mit besonderem Fokus auf die Problematik (Transit)Verkehr auf, um Folgendes zu konkretisieren:

  • "Wie kann und muss eine moderne Verkehrspolitik aussehen, um einer nachhaltigen Entwicklung des sensiblen Alpenraumes gerecht zu werden?
  • Welchen Beitrag kann dazu die Alpenkonvention leisten? Kann sie als grenzüberschreitendes Lösungsinstrument eine Spange zwischen den nationalen Insellösungen sein?
  • Welche Anpassungen müssen in der bestehenden Rechtslandschaft erfolgen, um der Umsetzungsverpflichtung nachzukommen und welcher Handlungsbedarf resultiert daraus?

Wesentliche Intention der Fachtagung ist der Informationsaustausch sowie der Besuch konkreter Beispiele zum Tagungsthema. Damit soll die Forderung nach der Umsetzung der Alpenkonvention verankert und eine Wertediskussion über die weitere Entwicklung des Alpenraumes forciert werden.

Tagungsort: Bildungshaus St. Virgil, Ernst-Grein-Str. 14, 5026 Salzburg, Österreich. Simultanübersetzung in Deutsch, Französisch und Italienisch. Die Tagungsgebühr beträgt 100 Euro. In diesem Betrag sind die Verpflegung, der Bustransfer sowie der Tagungsband inbegriffen.

Konferenzsprachen: deutsch, französisch, italienisch

Weitere Informationen bei:
CIPRA Österreich, Alser Str. 21, A-1080 Wien, Tel: 0043/1/40113-36, cipra@umweltdachverband.at

 

Programm

Donnerstag, 23.Oktober- Freie Fahrt?

17.00 Uhr Eröffnung
Norbert Weixlbaumer, Vorsitzender von CIPRA Österreich, Österreich
Walter Blachfellner, Landesrat f. Verkehr, Amt der Salzburger Landesregierung, Österreich
Ewald Galle, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft , Österreich
Friedrich Rödler, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Österreich

18.00 Uhr Die Umsetzung der Alpenkonvention als internationale Herausforderung
Noël Lebel, Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention in Innsbruck/A

18.30  Uhr Die Umsetzung der Alpenkonvention aus Sicht der NGO's
Peter Haßlacher, Österreichischer Alpenverein, Österreich

Im Anschluss  Gemeinsame Diskussionsrunde
Moderation: Bernhard Schausberger, ORF Salzburg/A

Freitag, 24. Oktober Alpenkonvention konkret

08.30 Uhr Die Umsetzung der Alpenkonvention aus Sicht des Völkerrechts, des Europarechts und des österreichischen Verfassungsrechts
Werner Schroeder, Universität Innsbruck/A

09.00 Uhr Das Verkehrsprotokoll als Handbuch für eine moderne Verkehrspolitik in den Alpen
Helmuth Moroder, CIPRA International, Italien

10.00 Uhr Zukunft Verkehr? - Internationale Blickwinkel
Einstiegsstatements mit anschließender Podiumsdiskussion
Ueli Balmer, Bundesamt für Raumentwicklung, Schweiz
Marie Line Meaux, Arbeitsgruppe Verkehr der Alpenkonvention, Frankreich
Fabio Pedrina, Alpeninitiative, Schweiz
Andreas Postner, Transform, Liechtenstein/Österreich/Schweiz
Moderation: Bernhard Schausberger, ORF Salzburg/A

12.30 Uhr Exkursion -  Welche Mobilität im Alpenraum?

1. Station: "Mobilitätszentrale Pongau - es geht auch anders", Werfenweng
2. Station: "Absiedeln ist keine Alternative!", Zederhaus/Tauernautobahn im Lokalaugenschein

17.00 Uhr  Insellösungen ade! - Die Alpenkonvention als grenzübergreifendes Lösungsinstrument?!
Einstiegsstatements mit anschließender Podiumsdiskussion
Elsa Coslado, France Nature Environnement, Frankreich
Gerold Glantschnig, Amt der Kärntner Landesregierung, Österreich
Fritz Gurgiser, Transitforum Austria-Tirol, Österreich
Ernst Marburger, Bundesministerium für Verkehr, Deutschland
Moderation: Bernhard Schausberger, ORF Salzburg/A

19.00 Uhr Zusammenfassung der Tagung
Andreas Weissen, Präsident von CIPRA International, Schweiz

 

 

Rahmenprogramm der Tagung

Markplatz der Ideen

Im Rahmen eines Marktplatzes werden Verkehrsprojekte aus dem gesamten Alpenraum vorgestellt und die Möglichkeit geboten, sich bei den Projektverantwortlichen zu informieren.

Einführung im Rahmen des Abendprogrammes: Stefan Köhler, CIPRA Deutschland

Projekte:

  • Bodan-Rail 2020 - grenzübergreifendes Mobilitätskonzept für einen zukunftsorientierten Schienenpersonenverkehr für den Großraum Bodensee?
  • "Alpen 2005": Wie Holländer dazu kommen, autofreien Urlaub in den Alpen zu buchen. Die Entwicklung und Vermarktung von "Sanft mobilen Packages" in Zusammenarbeit mit GAST, Wallis Tourismus und IG Sanfte Mobilität?
  • Projekt "Tauernachse" - als Beispiel des Projektes AlpFRail (Alpine Freight Railway) zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene
  • "Zu Fuss zwischen den Wolken" - touristische Mobilität im Nationalpark Gran Paradiso

Weiterführende Dokumente