Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

Die "glorreichen" 50er und 60er Jahre

Ein Tummelplatz für Wissenschaftler

Die CIPRA nahm ihre Tätigkeit mit jährlich stattfindenden Tagungen auf. Teilweise stellten sich bereits erste Erfolge ein. Die Mitglieder waren grossteils Naturwissenschaftler, die einen regen Austausch pflegten.

Die Tätigkeit der CIPRA konzentrierte sich lange Zeit darauf, jährlich eine Sitzung abzuhalten. In  den 50er und 60er Jahren konnte dieser Sitzungsrhythmus – mit einigen wenigen Ausnahmen – konsequent eingehalten werden. Zu den behandelten Themen wurden Resolutionen verfasst, auch konnten bereits erste Erfolge erzielt werden (z. B. konnte ein geplanter Kraftwerksbau im Val di Genova abgewehrt, die Krimmler Wasserfälle konnten erhalten werden).

Wolfgang Burhenne, erster CIPRA-Sekretär, erinnert sich rückblickend: "Die CIPRA hat wirklich jedes Jahr getagt, über aktuelle Themen hart diskutiert und auch Stellung bezogen, Resolutionen gemacht [...] und dadurch dass die Vertreter der Ministerien mit drin waren, war man auch sehr erfolgreich. Man hat das den zuständigen Referenten gleich warm verkaufen können und dadurch auch wirklich was erreicht."

Das CIPRA-Gremium war damals eine grossteils homogene Gruppe von Naturwissenschaftlern. Manche arbeiteten nicht nur in der CIPRA, sondern auch in der IUCN zusammen. Die Kontakte wurden daher auf verschiedenen Ebenen gepflegt, unter anderem auch über einen regen Briefverkehr. Auch gab es bis um 1970 kaum einen personellen Wechsel, wodurch eine kontinuierliche Tätigkeit gesichert war und die freundschaftlichen Beziehungen gestärkt wurden.   

Die damaligen CIPRA-Delegierten: Prof. Helmut Gams (Institut für Botanik, Universität Innnsbruck), Prof. Gustav Wendelberger (Institut für Naturschutz und Landschaftsschutz, Universität Wien), Prof. Paul Ozenda (Professor für Botanik an der Universität Grenoble), Dr. Angela Piskernik  (Botanikerin, Direktorin des Naturwissenschaftlichen Museums Ljubljana), Dr. Renzo Videsott (Veterinärmediziner, Direktor des Parco Nazionale del Gran Paradiso), Dr. Edith Ebers (Institut für Geologie, Universität München), Prof. Otto Kraus (Institut für Mineralogie, Universität München). 

CIPRA-Delegierte der 50er und 60er


Edith Ebers

Otto Kraus

Paul Ozenda

Gustav Wendelberger