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Die CIPRA in den 80er und 90er Jahren

Auf dem Weg zur Professionalisierung

In den 80er Jahren positionierte sich die CIPRA neu. Sie setzte vermehrt auf Erfahrungs- und Informationsaustausch. 1990 wurde eine hauptamtlich geleitete Geschäftsstelle eingerichtet.

Auf Jahresfachtagungen behandelte Themen werden auf Exkursionen veranschaulicht: Jahresfachtagung Arc Vanoise/F 1986. ©M. F. Broggi

Ende der 70er Jahre öffnete sich die CIPRA einem grösseren Kreis von Akteuren. Sowohl private Vereinigungen als auch Vertreter der öffentlichen Verwaltung und der Wissenschaft sollten sich in ihr zusammenschliessen. Auf nationaler Ebene begann die Gründung von so genannten nationalen Komitees, die 1974 beschlossen worden war. Gleichzeitig versuchte die CIPRA, eine breitere Öffentlichkeit anzusprechen.

Mit der Wahl von Mario F. Broggi zum CIPRA-Präsidenten 1983 fand ein Generationenwechsel statt. Broggi, der Mitte der 70er Jahre als Delegierter Liechtensteins zur CIPRA gestossen war, gehörte zum Kreis junger Leute, denen es nicht genügte, jährlich eine Tagung durchzuführen, ohne auch konkret an der Umsetzung der gefassten Resolutionen zu arbeiten: "Wir haben dann gesagt, entweder man lässt die CIPRA in der Form, die für eine gewisse Zeit verdienstvoll war, sterben, oder es muss neues Leben hinein" so Broggi.

In der Folge wurde der CIPRA auf verschiedenen Ebenen neues Leben eingehaucht. Für die Jahresfachtagungen und Seminare wurden jeweils aktuelle und politisch brisante Themen gewählt. Die Ergebnisse der Tagungen fanden Eingang in Tagungsberichte, während in einer weiteren Publikationsreihe kritische Stellungnahmen zu anderen Themen abgedruckt wurden. Im Jahre 1984 erschien die erste Nummer der vierteljährlichen Informationszeitschrift CIPRA Info; die Öffentlichkeitsarbeit wurde allgemein verstärkt. Gleichzeitig wurden die Kontakte zu den beteiligten Ländern ausgeweitet und ab Ende der 80er Jahre wurde an der Verwirklichung einer Alpenkonvention gearbeitet.

Erfolgreich waren auch die Bemühungen, eine hauptamtlich geführte Geschäftsstelle einzurichten. 1990 nahm Ulf Tödter als erster hauptamtlicher Geschäftsführer in Vaduz/FL seinen Dienst auf. Damit war der Grundstein für eine effiziente Informations- und Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Diese wurde in den 90er Jahren durch eine personelle und strukturelle Erweiterung des Geschäftssitzes weiter ausgebaut.