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Aussensichten

2001 wurde die CIPRA mit dem Grossen Binding Preis für Natur- und Umweltschutz ausgezeichnet. Wie sehen andere Preisträger, Mitglieder des Stiftungsrats und des Kuratoriums die Arbeit und die Bedeutung der CIPRA? Beim 25-Jahre-Jubiläum der Preisverleihung im November 2010 nahmen sieben prominente Personen Stellung dazu.

«Den grössten Erfolg der CIPRA sehe ich darin, dass sie seit vielen Jahren grenzüberschreitend und im ganzen Alpenbogen arbeitet. Es ist eine grossartige Kommunikationsleistung, so viele Sprachen und Kulturen miteinander zu verbinden. Ich könnte mir vorstellen, dass die CIPRA ihren Wirkungsradius über die Alpen hinaus ausdehnt: Gute Beispiele für nachhaltige Entwicklung könnten beispielsweise in Deutschland auch andere Bergregionen inspirieren.»

Werner Konold, Professor für Landespflege in Freiburg/D

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«Unsere beiden Organisationen verbindet die Internationalität in der täglichen Arbeit. Mir imponiert sehr, dass die CIPRA Website konsequent vielsprachig ist – für mich ein Vorbild in Sachen Vernetzung. Wir müssen in ganz Europa und vor allem auch in den Alpen zeigen, dass Zivilisation und ökonomischer Wohlstand mit einer intakten Natur und Umwelt sehr wohl vereinbar sind.»

Martin Schneider-Jacoby, Projektleiter bei der Stiftung Euronatur in Radolfszell/D

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«Als Geschäftsführerin von EUROPARC habe ich sehr eng mit der CIPRA zusammengearbeitet. Ohne sie wäre eine nachhaltige Entwicklung in den Alpen nicht in dieser Weise vorangetrieben worden. Wenn ich einen Wunsch äussern darf: Macht noch mehr politische Lobbyarbeit, um diesen Prozess zu beschleunigen! Ich weiss, es ist eine echte Knochenarbeit, Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik zu überzeugen. Aber eine sehr wertvolle.»

Eva Pongratz, Kuratoriumsmitglied der Binding Stiftung, vormals Geschäftsführerin von EUROPARC Federation, Dachorganisation für die grossen Schutzgebiete in Europa

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«Die Alpen sind eine unserer ganz wichtigen Lebensgrundlagen.Es ist beruhigend zu wissen, dass sich die CIPRA im gesamten Alpenbogen engagiert. Einer ihrer grössten Erfolgeist die Alpenkonvention. Aber nicht nur die grosse Politik ist wichtig, sondern auch die lokalen Projekte und deren Vernetzung im gesamten Alpenbogen. Das hat die CIPRA verstanden und macht das sehr geschickt, etwa mit dem Gemeindenetzwerk ‚Allianz in den Alpen’.

Peter Goop, Rechtsanwalt und Philanthrop in Liechtenstein, Präsident des Binding Stiftungsrats

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«Zur Alpenkonvention wäre es sicherlich nicht ohne die CIPRA gekommen. Sie versammelt hochengagierte und hochkenntnisreiche Persönlichkeiten, die sich in der Region wirklich auskennen und die durch ihre Verwurzelung in der Zivilgesellschaft dazu beitragen, dass sich die Themen auf politischer Ebene nicht länger verdrängen lassen. Demokratien zeichnen sich grundsätzlich dadurch aus, dass Bewusstwerdungsprozesse in der Öffentlichkeit auch die Politik mit verändern. Diese Prozesse passieren nicht nur von oben nach unten, sondern ganz im Gegenteil, auch von unten nach oben. Insofern kann man die Rolle und Bedeutung der CIPRA für das gesellschaftliche Engagement und das darauf aufbauende Handeln oder Unterlassen im Alpenraum überhaupt nicht überbewerten.»

Klaus Töpfer, Leiter des Potsdamer Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit, ehemaliger deutscher Umweltminister und Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, UNEP

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«Die CIPRA hat den Gedanken einer nachhaltigen Entwicklung schon recht früh in den Alpen propagiert. Aus meiner Sicht ist das ein gelungenes Modell, das man nun auf hochkomplizierte Räume woanders auf der Welt ausdehnen könnte, zum Beispiel im Kaukasus. Dort gibt es ähnliche Probleme: Viele Völker, Streit um Bodenschätze, Verteilungsprobleme. Warum sollte die CIPRA nicht auch in anderen Bergregionen als Avantgarde agieren?»

Michael Succow, Professor für Biologie und Agrarwissenschaft, vielfach ausgezeichnet für seine Verdienste um die Einrichtung von Grossreservaten in Ostdeutschland, Osteuropa und Asien

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«Die CIPRA-Publikationen wie die SzeneAlpen oder den Jahresbericht zum Thema Biodiversität lese ich mit grossem Interesse. Ihr langzeitiges Engagement für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpen empfinde ich als sehr einsichtsvoll. Es ist wichtig, Wege und Mittel zu finden, um Natur, Wirtschaft und Soziales in Einklang zu bringen. Dass die CIPRA dazu ‚Best Practices’ vorstellt, finde ich persönlich besonders inspirierend.»

Jakob von Uexküll, Vorsitzender des von ihm gegründeten World Future Councils und Stifter des «Alternativen Nobelpreises» (Right Livelihood Award)

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"In Bergregionen ist die Lebensqualität abhängig von der Qualität der natürlichen Ressourcen. Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, welche Leistungen unsere Ökosysteme erbringen. Diese Informationsarbeit sollte besser eingebunden werden in die internationale Zusammenarbeit und die politischen Richtlinien von der lokalen bis zur europäischen Ebene."

Erica Zangrando, Region Venezien/I, Abteilung für Wirtschaft und Entwicklung des Berggebiets, Partnerin im Projekt recharge.green

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"Das Projekt Alpstar führte zu einem Prozess, der nicht mehr aufgehalten werden kann. Noch nie kamen in der Modellfirma Hilti so viele Beschäftige ohne Auto zur Arbeit, noch nie gab es so viele Teilnehmende bei den Fahrradwettbewerben. Alpstar zeigt, wie Pendelnde zu einem ökologisch verträglichen Mobilitätsverhalten motiviert werden können."

Willi Nowak, Geschäftsführer Verkehrs-Club Österreich (VCÖ)

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"Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden in den Alpen ist fundamental, um die Herausforderungen, Interessen und Bedürfnisse dieser Gebiete aufzuzeigen und auf nationaler und europäischer Ebene zu vertreten. Vernetzung ermöglicht ausserdem, Erfahrungen und neue Erkenntnisse weiterzugeben. Insbesondere gemeinsame Projekte bringen die Entwicklung unserer Gemeinden voran."

Lucio Vaira, Gemeinde Ostana/IT, Mitglied des Gemeindenetzwerks «Allianz in den Alpen» und Projektgemeinde im Programm dynAlp-nature

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"Jugendliche sind kreativ, ausdauernd, naiv, weitsichtig – all das bringen sie in die Erwachsenenwelt ein. Wir wiederum brauchen die Aufmerksamkeit und den Respekt der Erwachsenen, um Vertrauen zu gewinnen. Die Beteiligung junger Leute in Entscheidungsprozessen stärkt die Identität der Jugendlichen, ihre Beziehung zur lokalen Umgebung und das Bewusstsein für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen."

Eva Šabec, Schatzmeisterin CIPRA-Jugendbeirat, Ljubljana/SI

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"Ich teile mit der CIPRA die Überzeugung, dass die Beteiligung aller Regionen Europas entscheidend ist, um die Ziele des Europäischen Projekts zu erreichen. Daher ist es wichtig, einen wahrhaften Dialog zu etablieren mit lokalen und regionalen Akteuren sowie auch mit der Zivilgesellschaft. Dadurch können Fortschritte in Richtung einer nachhaltigen und partizipativen Entwicklung gemacht werden."

Michel Lebrun, Präsident des EU-Ausschusses der Regionen

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"Damit der Verkehr von der Strasse auf die Schiene verlagert wird, braucht es die Zusammenarbeit der Alpenstaaten und Regionen. Sie müssen eine gemeinsame Verkehrspolitik umsetzen mit Massnahmen, wie eine Alpentransitbörse oder lokal angepasste Verkehrsregelungen, Leistungen und Infrastrukturen. Wir erhören die Forderung der Zivilgesellschaft, die Zukunft der Berge mitzugestalten. Es braucht einen offenen Dialog zwischen Staaten, Verkehrsbetrieben und der Zivilgesellschaft."

Bernard Soulage, Vize-Präsident der Region Rhône-Alpes

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"Das Themenheft SzeneAlpen zur Alpenpolitik bietet viele Informationen zu einem aktuellen und für uns alle wichtigen Thema. Dazu kann man nur anfügen: Der Weg ist auch hier das Ziel. Die CIPRA schafft es immer wieder, uns – und damit meine ich die ganze Bevölkerung – für dieses komplexe Thema zu sensibilisieren."

Marlies Amann-Marxer, Regierungsrätin Fürstentum Liechtenstein