Benutzerspezifische Werkzeuge

      Suchfilter  

    Internationaler Tag zum Schutz der Feuchtgebiete

    (31.1.2008) Bereits zum 37. Mal wird am zweiten Februar der Weltfeuchtgebietstag begangen, welcher an die im Jahre 1971 unterzeichnete Ramsar-Konvention, dem Übereinkommen zum Erhalt und Schutz von Feuchtgebieten, erinnert.

    Im globalen Kontext mussten Feuchtgebiete in der Vergangenheit bereits stark an Fläche einbüßen, sodass sie heute nur noch vier bis sechs, von ursprünglich zehn, Prozent der Landoberfläche einnehmen. In Österreich erstrecken sich die Ramsar-Gebiete über 1,6 Prozent der Bundesfläche (Stand: Jänner 2007). Damit unterliegen österreichweit 138.035 Hektar Land, welches sich auf insgesamt 19 Fluss-, See-, Moor- bzw. Aulandschaften verteilt, dem Schutz der Ramsar-Konvention.

    Auch die Alpenkonvention, ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag, ist bestrebt den Alpenraum und dessen Vielfalt an Lebensraumtypen langfristig zu schützen. Dafür formuliert eine Rahmenkonvention Vorgaben, welche durch Durchführungsprotokolle in den alpenrelevanten Bereichen Raumplanung und nachhaltige Entwicklung, Berglandwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege, Bergwald, Tourismus, Energie, Verkehr und Bodenschutz konkretisiert werden. Letzteres führt im Artikel neun sowohl den Erhalt, als auch den Schutz von Feuchtgebieten und Mooren an.

    Österreich unterzeichnete das Durchführungsprotokoll zum Themenbereich Bodenschutz vor acht Jahren. 2002 wurde es ratifiziert und trat nur wenige Monate später in Österreich sowie zeitgleich auch in Deutschland und dem Fürstentum
    Liechtenstein in Kraft. In den Jahren 2003 bis 2006 trat das Protokoll nacheinander in Monaco, Slowenien, Frankreich und der Europäischen Union in Kraft. Die Schweiz und auch Italien haben das Bodenschutzprotokoll in den Jahren 1998 bzw. 2000 unterzeichnet. Hier dauert der Ratifikationsprozess des Protokolls allerdings noch an.

    Artikel neun des Bodenschutzprotokolls lautet wörtlich:

    „Erhaltung der Böden in Feuchtgebieten und Mooren“

    (1) Die Vertragsparteien verpflichten sich, Hoch- und Flachmoore zu erhalten. Dazu ist mittelfristig anzustreben, die Verwendung von Torf vollständig zu ersetzen.

    (2) In Feuchtgebieten und Mooren sollen Entwässerungsmaßnahmen außer in begründeten Ausnahmefällen auf die Pflege bestehender Netze begrenzt werden. Rückbaumaßnahmen bei bestehenden Entwässerungen sollen gefördert werden.

    (3) Moorböden sollen grundsätzlich nicht genutzt oder unter landwirtschaftlicher Nutzung derart bewirtschaftet werden, dass ihre Eigenart erhalten bleibt.

    Rückfragehinweis:
    Alpenkonventionsbüro der CIPRA Österreich
    c/o Oesterreichischer Alpenverein
    Mag.a Nadine Pfahringer
    Wilhelm-Greil-Straße 15
    A-6010 Innsbruck
    T: +43 512 59 547-43
    F: +43 512 59 547-40
    Kontakt