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Subarbeitsgruppen definieren prioritäre Umsetzungsschwerpunkte

Zwischen März und Anfang Mai nahm CIPRA International als Beobachterin an den Treffen der transnationalen Subarbeitsgruppen teil, in denen prioritäre Umsetzungsschwerpunkte für eine makroregionale Strategie rund um die drei Säulen „nachhaltiges Wachstum“, „territoriale Entwicklung“ und „Management von Energie und natürlichen und kulturellen Ressourcen“ erarbeitet wurden. Die ersten Ergebnisse gingen VertreterInnen der österreichischen Ministerien jedoch zu wenig weit; in einer Arbeitsgruppe der Alpenkonvention wurden daher konkretisierende Vorschläge und Ergänzungen formuliert. Nachdem der laufende Strategieentwicklungsprozess einem Bottom-up-Ansatz folgt, ist davon auszugehen, dass in diesem „work in progress“ weiterhin die Möglichkeit besteht, Verbesserungsvorschläge einzubringen. Für Österreich besonders relevant sind folgende Schwerpunkte:

In Säule 1:

  • die Fokussierung auf eine Entwicklung hin zu einem „lebenswerten“ Alpenraum sowie auf Lebensqualität unter Einbeziehung des Tourismus und die Alpen als Gesundheitsdestination
  • eine Stärkung der ländlichen Entwicklung einschließlich der Fragen der Daseinsvorsorge und der Wohlfahrtswirkung;
  • die Förderung alpenspezifischer Innovation und Forschung inklusive transnationaler akademischer Kooperationen

In Säule 2:

  • die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zur Erfassung des hochrangigen, alpenquerenden Verkehrs;
  • die Versorgung peripherer Regionen mit umweltfreundlicher Mobilität zur Aufrechterhaltung einer funktionierenden Lebensführung, einer nachhaltigen Bewirtschaftung und zum Erhalt der Kultur in den Alpenregionen
  • den Ausbau von Kommunikation und dazugehöriger Infrastruktur einschließlich dazugehöriger E-Services.

In Säule 3:

  • ein Verstärkung des Naturschutzaspekts;
  • die Forcierung eines nachhaltigen Managements natürlicher (alpenspezifischer) Ressourcen sowie die Berücksichtigung der Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz.

Inwieweit die Vorschläge Österreichs und insbesondere auch die Forderungen der CIPRA tatsächlich in die Strategie Eingang finden werden, ist allerdings noch nicht abschätzbar – die Mitsprache- und Entscheidungsbefugnisse von NGOs waren ja im Vorfeld erheblich eingeschränkt worden. Erste (öffentlich zugängliche) Ergebnisse aus dem laufenden Beratungs- und Diskussionsprozess sind erst Ende Juni 2014 zu erwarten.

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