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Makroregion Alpen – die Ergebnisse von Grenoble

Die Ministerkonferenz zur EU-Alpenraumstrategie am 18. Oktober 2013 in Grenoble hat bestätigt, dass kein Weg mehr an einer Makroregion Alpen vorbeiführt und der gesamte Prozess auf Schiene ist. Besonders in Österreich herrscht in der Frage der makroregionalen Alpenraumstrategie mittlerweile eine offenere Kommunikation zwischen den Ministerien, den Ländern und den NGOs. Diesem Weg sollte nun auch Frankreich folgen, damit für die Zukunft eine effiziente Zusammenarbeit im Sinne einer makroregionalen Alpenraumstrategie gewährleistet ist.

Grenoble
(c) Archiv Umweltdachverband

Laut Staatssekretär Reinhold Lopatka und dem Tiroler Landtagspräsidenten Herwig van Staa, die als österreichische Vertreter bei der Konferenz in Grenoble teilnahmen, werde angestrebt, Österreichs Know-how in Sachen makroregionale Strategien weiterhin einzubringen. Um jedoch einen transparenten Aufbau als auch eine zufriedenstellende Umsetzung zu erreichen, sei von Beginn an die aktive Einbindung der Alpenkonvention als auch der Zivilgesellschaft sicherzustellen. Diese Haltung Österreichs wurde von Deutschland und der Schweiz unterstützt.

 

Herausforderung Alpenraum

Ohne Zweifel stehen Europa und insbesondere dem Alpenraum in den nächsten Jahren und Jahrzehnten große Herausforderungen bevor, die es im Rahmen einer makroregionalen Alpenraumstrategie grenzüberschreitend zu lösen gilt. Folgende Themen müssen laut Staatssekretär Lopatka Eingang in diesen Prozess finden:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Alpenraum
  • Jugendbeschäftigung
  • Arbeitsplatz Bauernhof
  • Nachhaltige Verkehrspolitik
  • Umweltschutz
  • Energie
  • Alpen als „Wasserspeicher Europas“

Verabschiedung einer Resolution zur Schaffung einer EU-Alpenraumstrategie

Gegen Ende der Konferenz hielt der französische Europaminister Thierry Repentin fest, dass Österreich bisher einen bemerkenswerten Beitrag zur Schaffung einer Alpenraumstrategie geleistet habe und er davon überzeugt sei, dass mit einer derartigen Strategie nicht nur ein grenzüberschreitendes Anliegen umgesetzt, sondern vor allem auch Grenz- und Bergregionen eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

VertreterInnen der sieben Alpenraumstrategie-Staaten unterzeichneten schließlich eine Resolution zur Schaffung einer EU-Alpenraumstrategie (pdf-Download) mit dem gleichzeitigen Appell, das Projekt Makroregion Alpen im Europäischen Rat am 19. Dezember 2013 positiv zu behandeln.

Weitere Infos zur Ministerkonferenz in Grenoble:

 

Weitere wichtige Termine im Alpenstrategieprozess:

  • 17. Dezember 2013:
    Einladung durch das französische Ministerium für europäische Angelegenheiten und die italienische Präsidentschaft der Alpenkonvention nach Brüssel: Alpenstaaten, Regionen, NGOs, Zivilgesellschaft usw. stellen die Bedeutung einer Makroregion Alpen vor.
  • 19. Dezember 2013:
    Beschluss einer „makroregionalen Alpenraumstrategie“ durch den Europäischen Rat mit dem Auftrag an die Europäische Kommission, eine Strategie und einen Umsetzungsplan auszuarbeiten.
  • 8. Jänner 2014:
    CIPRA Österreich - Alpen.Leben – Workshop II: Festlegung, Ausarbeitung und wissenschaftliche Vertiefung von Schwerpunktthemen für eine makroregionale Alpenraumstrategie.

Alle Termine und den Alpenstrategieprozess auf einen Blick finden Sie in der Zeitleiste


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