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CIPRA Österreich

Memorandum gegen die Verlängerung der Alemagna

Bürgermeister und Vizebürgermeister von Kartitsch, Strassen, Heinfels und Sillian mit dem unterzeichneten Memorandum. Foto: © J. Essl

Nach über einem Monat sind die am 3. Juni 2017 in Wien gestarteten whatsalp-Alpen-Durchwanderer um Dominik Siegrist, Harry Spiess und Gerhard Stürzlinger in Osttirol eingetroffen. Sie kamen über den Nationalpark Hohe Tauern-Kärnten aus Großkirchheim über den Iselsberg nach Lienz, Sillian und St. Oswald/Kartitsch, wo hoch über dem Osttiroler Pustertal am 7. Juli 2017 zahlreiche VertreterInnen von Gemeinden, NGOs, Bürgerinitiativen und Privatpersonen aus (Ost)Tirol, Kärnten, Südtirol und dem Veneto mit der Unterzeichnung des Memorandums gegen den Weiterbau der Alemagna ein sichtbares Zeichen setzten. 

Obwohl immer wieder totgesagt, tauchen Pläne für einen Weiterbau der Alemagna in regelmäßigen Abständen auf. Die Osttiroler Gemeinden Kartitsch und Sillian würden im Bezirk Lienz bei einer Verwirklichung der Alemagna in Richtung Südtirol bzw. Osttirol zu den am zuerst betroffenen Hauptverlierern an Lebensqualität gehören. Diese latente Bedrohung, die bis in die 1950-iger Jahre zurückreicht, besteht zur Hauptsache im fatalen Problem, dass Betreiber immer wieder Anläufe und Versuche zur Durchsetzung des Projekts starten können, scheitern die Gegner nur ein einziges Mal, war der ganze Widerstand umsonst.

Das Memorandum wurde von einer kleinen Gruppe engagierter Personen aus Italien und Österreich vorbereitet, abgestimmt und am 07. Juli 2017 im Dorfgasthof zu St. Oswald in einem feierlichen Rahmen den Gemeinden, Delegierten aus Vereinen und Initiativen sowie Vertretern der Zivilgesellschaft zur Unterzeichnung vorgelegt.

Einleitend führte Peter Haßlacher, Vorsitzender von CIPRA Österreich, vier wesentliche Eckpunkte zum Memorandum an:

  1. Das Memorandum soll vornehmlich der im betroffenen Grenzraum lebenden und wirtschaftenden Bevölkerung zum Vorteil gereichen.
  2. Der Inhalt ist das Ergebnis einer klaren und eindeutig Beurteilung der Lage: die Alemagna-Debatte lebt, sie wird nur immer wieder unter den Teppich gekehrt!
  3. Die inhaltliche Ablehnung steht auf dem völkerrechtlich verbindlichen Fundament der in Italien, Österreich und der Europäischen Union geltenden Alpenkonvention. Das Durchführungsprotokoll  „Verkehr“ muss angewendet werden.
  4. Das Memorandum enthält:
  • die unabdingbare Forderung nach verstärkter Zusammenarbeit über Grenzen hinweg,
  • die Abhaltung von jährlichen Treffen,
  • den Appell an die politischen Verantwortungsträger aller Ebenen zur Mitwirkung und Unterstützung.

Das 12 Punkte umfassende Memorandum wurde schließlich von Alessandra Cason (Peraltrestrade) und Peter Haßlacher (CIPRA Österreich) vorgetragen und von Bürgermeistern, VertreterInnen der Vereine und der Zivilgesellschaft unterzeichnet.

Alle UnterzeichnerInnen fordern damit von allen Gebietskörperschaften und politischen Ebenen die strikte Einhaltung des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention. Darin verzichten die Vertragsparteien Österreich und Italien sowie die EU auf die Errichtung von neuen hochrangigen Straßen für den alpenquerenden Verkehr. Das lässt den Weiterbau neuer hochrangiger Straßen zwischen Brenner- und Tauernautobahn nicht zu. Zur Weiterentwicklung dieses Grenzraumes plädieren die Unterzeichner für die Erarbeitung eines gemeinsamen Raumordnungs- und Entwicklungsprogrammes, u.a. für den Bahnverkehr.

Memorandum (deutsch/italienisch) gegen die Alemagna- und Cavallino-Pläne

Pressespiegel: Osttiroler Bote (06.07.2017), Dolomitenstadt (09.07.2017), Kleine Zeitung (09.07.2017), Tiroler Tageszeitung (10.07.2017), Dolomitenstadt (12.07.2017), Osttiroler Bote (13.07.2017)

weitere Informationan zu whatsalp 2017

Die Alpenkonvention – Nachhaltige Entwicklung für die Alpen

Soeben ist die 85. Ausgabe der Zeitschrift „Die Alpenkonvention – Nachhaltige Entwicklung für die Alpen“ mit folgenden Inhalten erschienen:

1… Editorial

2… Skigroßraumprojekt "Sexten - Sillian - Padola"

4… Keine Seilbahn "Warscheneck-Nord"

5… Verfassungsgerichtshof: Jagd

6… Oö. Windkraftmasterplan 2017

7… Rechnungshofbericht: BBT

8… Whatsalp

9... EUSALP

10... Workshop "Raumplanungsprotokoll"

11... Alpenkonventionsvorsitz - Umweltanwaltschaften

11 ...Termin: CIPRA Jahresfachtagung 2017

Die Alpenkonventions-Zeitschrift Nr. 85 ganz hier nachgelesen werden.

Die kostenlose Zeitschrift „Die Alpenkonvention – Nachhaltige Entwicklung für die Alpen“ erscheint drei- bis viermal pro Jahr und ist auch auf postalischem Weg erhältlich. Wenn Sie Interesse an der Zeitschrift haben, bitten wir um Mitteilung Ihrer Anschriftadresse an . Sehr gerne nehmen wir Sie in unseren Adressverteiler auf.

25 Jahre Alpenkonvention - Ein- und Ausblicke

Mittlerweile ist ein Vierteljahrhundert nach der Unterzeichnung der Rahmenkonvention in Salzburg vergangen. Ein Meilenstein für eine neue, zukunftsweisende und umfassende Alpenpolitik, sollte man meinen. Nach 25 Jahren Alpenkonvention, eine Zeitspanne, wo durchaus neue Wege in der Alpenpolitik möglich sind, gilt es einmal einen kritischen Blick in die Vergangenheit zu werfen, aber insbesondere auch den Blick in die Zukunft zu richten, ob das internationale Vertragswerk der Alpenkonvention einen erkennbaren und sichtbaren Einfluss auf einen umfassenden Alpenschutz und eine nachhaltige Alpenentwicklung gebracht hat. Mit dem Buch „25 Jahre Alpenkonvention – Ein- und Ausblicke“ begibt sich CIPRA Österreich auf Spurensuche und hat dazu politische VertreterInnen auf internationaler und nationaler Ebene sowie zahlreiche Zeitzeugen, Wegbegleiter und UnterstützerInnen für die Alpenkonvention zu Wort kommen lassen.

Haßlacher, P. & CIPRA Österreich - Hrsg. (2016): 25 Jahre Alpenkonvention - Ein- und Ausblicke. Innsbruck-Igls, 134 S.

Das gesamte Buch hier zum Nachlesen.

Bestellformular

Hinweis: Das Buch ist kostenlos gegen Portogebühren erhältlich (Inland: € 2,5, Ausland € 5,5)

Der Windpark am Brenner ist Geschichte

Der Brennerkamm bleibt windkraftfrei! Foto: © J. Essl

Über viele Jahre blieb eine Unsicherheit, ob der landschaftszerstörende Windpark am Brennerkamm Realität wird oder nicht. Obwohl alle Gerichtsinstanzen und vor allem auch der Verwaltungsgerichtshof in Bozen das Windparkprojekt negativ bewerteten, ging der Projektbetreiber bis zum Kassationsgerichtshof in Rom. Dieses erklärte nun den eingebrachten Rekurs für unzulässig, was das endgültige AUS für den geplanten Windpark am Brenner bedeutet.

Mit diesem Projekt beschäftigte sich auch schon der Überprüfungsausschuss der Alpenkonvention. Nach dieser endgültigen Entscheidung in Rom hat sich damit wohl auch eine weitere Befassung von Seiten der Alpenkonvention mit dem Windpark am Brennerkamm erledigt.

whatsalp-Tour 2017 - Verabschiedung in Wien

Vorsitzender der Naturfreunde Österreichs und KO Andreas Schieder (m)., Peter Haßlacher, Vorsitzender von CIPRA Österreich (l.) und Christian Baumgartner (Kernteam von whatsalp) im Gespräch über das veränderte Bild der Alpen. Foto: © D. Siegrist

Es war eine würdige Verabschiedung am 03. Juni 2017 in Wien, als sich die whatsalp-Weitwanderer quer durch die Alpen bis nach Nizza auf den Weg machten. Peter Haßlacher, Vorsitzender von CIPRA Österreich, übernahm beim Stock im Eisen Platz, in unmittelbarer Nähe zum Stephansdom, die Moderation für diese dreimonatige Wanderung. Hochoffiziell wurde die Kerngruppe um Dominik Siegrist, Harry Spiess und Christian Baumgartner vom Vorsitzenden der Naturfreunde Österreichs, KO Andreas Schieder verabschiedet.In diesen 3 Monaten werden zahlreiche Landes- und Staatsgrenzen durchquert, Städte und Dörfer passiert und dabei mit vielen Menschen bei Veranstaltungen in den Regionen gesprochen und diskutiert. Über die Beweggründe dieser Tour sagt Dominik Siegrist: "Wir möchten den Zustand und den Wandel der Alpenregionen dokumentieren und schauen, wie sich die Alpen in den letzten 25 Jahren nach "Transalpedes" verändert haben."

Auf ihrem langen Weg treffen die Wanderer am 7. Juli in Sillian (Osttirol) ein, wo in St. Oswald/Gemeinde Kartitsch im Rahmen eines Festaktes ein Memorandum gegen den Weiterbau der "Alemagna" verabschiedet wird. Ein offizielle Einladung dazu folgt in Kürze.

Während der Wanderung wird über den Blog auf der Website www.whatsalp.org von den Erlebnissen und Begegnungen laufend berichtet. Interessierte finden laufend Informationen und Möglichkeiten, sich zum Mitwandern anzumelden.

Pressemeldung: Ö1 (10.07.2017)

Streit um's Riedberger Horn - Rechentricks um Ausgleichflächen

Seit 1972 besteht der „Bayerische Alpenplan“ in seinen Zonen A (Erschließungszone), B (Pufferzone) und C (Ruhezone) und hat sich seit 45 Jahren seines Bestehens für einen ausgewogenen Schutz und eine nachhaltige Entwicklung in den Bayerischen Alpen sehr gut bewährt. Überfallsartig hat das Bayerische Kabinett unter der Federführung von Heimatminister Söder die Änderung des Alpenplanes (Aufweichung der Zone C) in die Wege geleitet, um die geplante Skierschließung zwischen Balderschwang und Grasgehren über das Riedberger Horn (Allgäu) in der streng geschützten Zone C zu ermöglichen. Im Gegenzug will Söder mit dem Angebot von Ausgleichsflächen die breite Gegnerschaft besänftigen. Dass es sich hier aber um Rechtentricks hinsichtlich der geplanten Ausgleichsflächen handelt, wurde durch einen Bericht des Bayerischen Fernsehens am 29.05.2017 in der Sendung "UNKRAUT" dargelegt und hat wohl den Streit um's Riedberger Horn noch mehr angefacht.

Die Sendung UNKRAUT zum Streit um's Riedberger Horn kann hier heruntergeladen werden.

"whatsalp" - Dem Wandel der Alpen auf der Spur

Quer durch die Alpen - von Wien bis Nizza - führt die Wanderung von "whatsalp". Foto © Geospace International GmbH

Von Juni bis September 2017 durchquert «whatsalp» die Alpen von Ost nach West. Die Wandergruppe dokumentiert dabei den Wandel der Alpenregionen. Unterwegs treffen sie auf Gleichgesinnte und besuchen Veranstaltungen entlang der Route. Den Wandel der Alpenregionen sichtbar und erfahrbar machen. Dieses Ziel hat sich die Wandergruppe «whatsalp» auf ihrer viermonatigen Reise gesetzt. Genau 25 Jahre ist es her, seit sie als Teil der Gruppe «TransALPedes» eine ähnliche Route von Wien/A nach Nizza/F zurückgelegt hat. Sie dokumentiert, wie sich die Alpen seit dieser Zeit verändert haben und welche Spuren Menschen und Naturereignisse in der Landschaft hinterlassen haben.

Veranstaltung von CIPRA Österreich in Sillian

Entlang der gesamten Wanderroute finden zahlreiche Veranstaltungen und Treffen mit interessierten Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen statt. CIPRA Österreich unterstützt diese Initiative mit einer Veranstaltung am 7. Juli 2017 am Etappenort in Sillian im Osttiroler Pustertal.

Weitere Informationen zu whatsalp

Routenführung

Alpenkonvention verbietet Seilbahnerschließung durch das Naturschutzgebiet "Warscheneck-Nord"

Das imposante Warscheneckmassiv bleibt frei von seilbahntechnischen Erschließungen. Foto © R. Mayr

2009 wurden Pläne für eine seilbahntechnische Erschließung durch das Naturschutzgebiet "Warscheneck-Nord" in Oberösterreich bekannt. In diesen 8 Jahren wurden alleine von der Rechtsservicestelle Alpenkonvention bei CIPRA Österreich 3 Rechtsexpertisen erstellt, die alle besagten, dass eine Erschließung durch das Naturschutzgebiet dem Alpenkonventionsrecht zuwiderläuft und daher nicht möglich ist. Trotz mehrfacher Hinweise auf dieses Faktum wurde von den Seilbahnbetreibern und Touristikern munter weitergeplant. Ein nun vom Land Oberösterreich beauftragtes Rechtsgutachten der Universität Linz, bestätigte nun die Rechtsmeinung der Rechtsservicestelle Alpenkonvention bei CIPRA Österreich. Gestützt auf mittlerweile 5 Rechtsgutachten bzw. Rechtsexpertisen, verkündete am 03. April 2017 LHStv. und Naturschutzlandesrat M. Haimbuchner und Wirtschaftslandesrat M. Strugl das endgültige AUS für die geplante Erschließung durch das Naturschutzgebiet "Warscheneck-Nord". Begründet wurde die Ablehnung darin, dass eine Erschließung durch das Naturschutzgebiet gegen nationales und internationales Recht (Alpenkonvention) verstößt.

Stellungnahme der Rechtsservicestelle Alpenkonvention vom 28.02.2017

Workshop zum Protokoll "Raumplanung und nachhaltige Entwicklung" der Alpenkonvention

2017 veranstaltet CIPRA Österreich gemeinsam mit der Universität Innsbruck, Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre und der Rechtsservicestelle Alpenkonvention den Workshop zum «Protokoll „Raumplanung und nachhaltige Entwicklung“ der Alpenkonvention. Ziel des Workshops ist es, die Bedeutung und Anwendbarkeit des Protokolls „Raumplanung und nachhaltige Entwicklung“ der Alpenkonvention aus rechtlicher und planerischer Sicht zu untersuchen. Damit wird – obwohl das Protokoll bereits 2002 in Österreich in Kraft getreten ist, Neuland betreten. Nur wenige Studien und Erkenntnisse liegen zu diesem internationalen Vertrag vor. Durch diese erstmalige eingehende Untersuchung des Raumplanungsprotokolls, sollen die Inhalte eingehend aufgearbeitet und die unterschiedlichen Formen der Anwendung dargestellt werden.

Wann: Dienstag, 25. April 2017
Wo: Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung, Bürgermeistersaal, Karl-Wurmb-Straße 17, 5020 Salzburg
Zeit: 10.00 – 15.30 Uhr

Da der Bürgermeistersaal nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zulässt, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung unter www.goo.gl/DQgWSh bis spätestens 20. April 2017. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos!

Weitere Details und Informationen zum Workshop entnehmen Sie bitte dem Programm.

Das Protokoll „Energie“ der Alpenkonvention

Das Energieprotokoll der Alpenkonvention ist im Jahr 2002 in Kraft getreten. In Anbetracht steigenden Energiebedarfs einerseits und der ökologischen Anfälligkeit des Alpenraumes andererseits versucht es, die wirtschaftlichen Interessen mit den ökologischen Erfordernissen in Einklang zu bringen. In diesem weiten Themenfeld enthält es Vorschriften zur Einsparung von Energie sowie zur Rationalisierung der Energieerzeugung, des Energietransports und der Energieverwendung.

Mit dem vorliegende Band wird erstmals eine eingehende Untersuchung des Energieprotokolls vorgelegt. In sechs Beiträgen werden seine Inhalte aufgearbeitet und die unterschiedlichen Formen der Anwendung dargestellt. Als „Bonusmaterial“ umfasst der Band außerdem das Energieprotokoll in allen authentischen Vertragssprachen, Auszüge aus den parlamentarischen Umsetzungsmaterialien der Vertragsparteien und eine tabellarische Darstellung der Vorentwürfe zum Protokoll. In ihrer Gesamtheit soll diese Publikation „die erste Adresse“ für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Energieprotokoll sein und als hilfreiche Fundstelle für sonst nur schwer oder überhaupt nicht auffindbare Dokumente dienen.

Adressaten des Workshops und dieser Publikation sind in erster Linie Juristinnen und Juristen, in deren Arbeitsalltag die Alpenkonvention, insbesondere das Energieprotokoll, eine Rolle spielt. Dies betrifft vor allem die Verwaltung, die Anwaltei, Umweltanwaltschaften, Energieversorger und Nichtregierungsorganisationen. Mit diesem Band soll die komplexe und aufwändige Auslegung dieses völkerrechtlichen Vertrags vorbereitet und unterstützt werden, indem die Inhalte des Energieprotokolls erstmals umfassend aufgearbeitet werden.

Produktflyer_Protokoll_Energie_Alpenkonvention

Bestellmöglichkeit entweder direkt über den Buchhandel (ISBN 978-3-7046-7624-5) oder direkt über den Verlag Österreich unter order@verlagoesterreich.at

Hinweis: Bei direkter Bestellung über den Verlag Österreich und unter Angabe „CIPRA Österreich“, besteht die Möglichkeit das Buch nach dem Buchpreisbindungsgesetz 5 % günstiger zu erwerben.

Alemagna-Pläne bedrohen Osttirol

Die Alemagna - ein reales Bedrohungsszenario für Osttirol.© Foto: J. Essl

Auch wenn das Europäische Parlament den neuerlichen Alemagna-Plänen am 25.10.2016 mit 454 Nein- und nur 104 Ja-Stimmen eine regelrechte Abfuhr erteilt hat, ist die Diskussion darüber nicht verstummt. Vielmehr versuchen oberitalienische Befürworter dieses Projekt den Osttirolern schmackhaft zu machen und das Tragische dabei ist, dass sie bei einigen Lokalpolitikern auf offene Ohren stoßen. Bekräftigt wird das durch eine Medienmitteilung des Planungsverbandes Osttirol vom 01.12.2016.

Kartitscher Bürgermeister - ein Fels in der Brandung

Ausschließlich der Bürgermeister der Gemeinde Kartitsch, Josef Außerlechner, hat sich am 11. Dezember 2016, am Internationalen Tag der Berge, wie ein Fels in der Brandung wiederholt vehement gegen die Errichtung dieser hochrangigen Transitschneise für den alpenquerenden Verkehr ausgesprochen. Diese Gemeinde stand ja jahrelang durch das Cavallino-Kinigat-Projekt durch den Karnischen Kamm im Fadenkreuz der Alemagna-Pläne.

Medienmitteilung des Planungsverbandes Osttirol vom 01.12.2016

Ansprache - Josef Außerlechner vom 11.12.2016

Peter Haßlacher als Vorsitzender von CIPRA Österreich bestätigt

Peter Haßlacher - für die nächsten 3 Jahre einstimmig wiedergewählt. Foto: © J. Essl

Der Tiroler Peter Haßlacher wurde bei der diesjährigen Delegiertenversammlung von CIPRA Österreich als ehrenamtlicher Vorsitzender einstimmig bestätigt. Die Delegierten aus den Bundesländern und Nicht-Regierungsorganisationen verlängerten das Mandat für den Chef der österreichischen Vertretung der Internationalen Alpenschutzkommission um weitere drei Jahre bis 2019.

Die Stärkung der Raumordnung und des alpinen Freiraumschutzes stehen im kommenden Jahr schwerpunktmäßig im Arbeitsprogramm. Zu diesem Thema veranstaltet CIPRA Österreich 2017 in Innsbruck die Internationale Jahresfachtagung. „CIPRA Österreich bietet auch dem österreichischen Vorsitz im Rahmen der Alpenkonvention 2017/2018 ihre Unterstützung an“, unterstreicht Peter Haßlacher seine Sorge um die zügige Umsetzung der Alpenkonvention.

Der "Grassauer Appell" an die AlpenministerInnen

Für die Alpenkonvention benötigt es mehr Engagement zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen. Foto: © J. Essl

Die nationalen Vertretungen der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA in Österreich, Deutschland und in Südtirol haben sich anlässlich der XIV. Alpenkonferenz in Grassau (D) mit einem Appell an die UmweltministerInnen der Vertragsparteien der Alpenkonvention gewendet, denn die Sorge um die mangelnde Bereitschaft zur Umsetzung der Inhalte der Alpenkonvention in den Alpenstaaten und Alpenregionen ist groß. Die CIPRA-Vertreter mahnen deshalb eine Erhöhung der Schlagzahl und einen stärkeren politischen Einsatz für dieses Vertragswerk zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes ein. Diese Bereitschaft wird sowohl für Schutzmaßnahmen als auch für zukunftsfähige Entwicklungen gefordert.

Der "Grassauer Appell"

Heliskiing in Vorarlberg auf weitere 5 Jahre genehmigt

In Vorarlberg wurde Heliskiing für weitere 5 Jahre genehmigt. Foto © F. Eime

Bis auf Vorarlberg wurde in allen anderen österreichischen Bundesländern das Heliskiing verboten. Am 31. Mai 2016 lief der auf 5 befristete Bescheid mit den Flügen auf den "Mehlsack" und das "Schneetäli" am Arlberg aus. Viele kritische in Österreich versuchten die Vorarlberger Landesregierung dazu zu bewegen, den Bescheid nicht mehr zu verlängern. Eine Stellungnahme der Rechtsservicestelle Alpenkonvention bei CIPRA Österreich, mit Verweis auf das Tourismus- und Verkehrsprotokoll, unterstrich die Ablehnung. Trotz Gespräche mit den verantwortlichen Politikern, zahlreichen Korrespondenzen und Medienberichten, genehmigte die Vorarlberger Landesregierung das Heliskiing in Vorarlberg für weitere 5 Jahre. Die Behörde setzte sich in ihrem Bescheid zwar intensiv mit der Alpenkonvention auseinander, räumte aber schlussendlich dem Heliskiing ein größeres öffentliches Interesse ein als den vielen negativen Auswirkungen auf den Naturraum. Es bleibt nun zu hoffen, dass in den kommenden 5 Jahren ein Umdenken stattfindet und auch in Vorarlberg schließlich die Vernunft einkehrt, diese lärmintensive Sportart nach 2021 auch in Vorarlberg endgültig zu verbieten.

Gesamte Stellungnahme zum Heliskiing in Vorarlberg

Hotelprojekt am Naturjuwel Obernberger See genehmigt

Blick auf das Naturjuwel "Obernberger See". Foto: © J. Essl

Vor mittlerweile 7 Jahren wurde das seit 1928 bestehende Alpengasthaus am Obernberger See geschlossen. Schon bald darauf wurden die Pläne für das bizarre Hotelprojektes „Natur Refugia Obernbergersee“ mit eingegrabenen Wohntanks bekannt. Heftige Diskussionen waren die Folge, denn der Bau eines derartigen Hotels sollte nämlich im bestehenden Landschaftsschutzgebiet „Nößlachjoch – Obernberger See – Tribulaune“ (1984) errichtet werden. Zudem wurde dieses Gebiet bereits im Jahre 1935 zum Naturdenkmal erklärt und umfasst ebenso einen großflächigen Seenschutzbereich. Trotz des umfassenden Schutzes dieser einmaligen Landschaft, einem ablehnenden Gutachten zum Landschaftsbild und einer negativen Stellungnahme des Gestaltungsbeirates, hat die  Bezirkshauptmannschaft Innsbruck Land (GZ: IL-NSCH/B-278/49-2016) am 28.10.2016 die Genehmigung für das äußerst umstrittene Hotelprojekt erteilt. 124 Seiten umfasst der positive Bescheid, doch die Alpenkonvention findet darin keine Erwähnung, obwohl durch die bestehenden Schutzgüter die Heranziehung dieses internationalen Vertragswerkes unabdingbar gewesen wäre.

Landesumweltanwaltschaft beruft gegen Bescheid

Bedauerlich ist, dass auf fachlicher Ebene keine Entscheidung mehr möglich ist. Nachdem die Tiroler Landesumweltanwaltschaft am 24.11.2016 gegen den positiven Bescheid berufen hat, hängt nun die Letztentscheidung beim Landesverwaltungsgericht. Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass im Sinne der Natur entschieden wird und schlussendlich ein gemütliches, schlichtes und der Landschaft angepasstes Alpengasthaus mit Sommer- und Winterbetrieb Realität wird.

Unterschriftenaktion geht weiter

Bitte unterstützen Sie auch weiterhin die Interessengemeinschaft „Naturjuwel Obernberger See“ und bekräftigen Sie mit Ihrer Unterschrift die Realisierung eines gemütlichen Alpengasthofes. 

Weitere Informationen:

Unterschriftenliste

Gutachten zum Landschaftsbild

Innsbruck Alpin Nr. 3/2016

Innsbruck Alpin Nr. 1/2017

Wintertourismus in den Alpen: Wachstum auf Teufel komm raus?

Der geschichtsträchtige Karnische Kamm soll im Bereich der Sillianer Hütte zwischen Sexten und Sillian grenzüberschreitend erschlossen werden. © J. Essl

Alpenweit werden aktuell mehrere neue, teils sehr grossräumige Seilbahnprojekte geplant. Problematisch daran ist nicht nur, dass die Projekte oft im Konflikt mit Schutzgebieten stehen. Vielmehr steht eine solche Strategie des „ungebremsten Wachstums“ im Widerspruch mit grossen Herausforderungen wie dem Klimawandel und ist kein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in Alpenregionen. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 23.09.2016 in Innsbruck, haben dazu die VertreterInnen von CIPRA International (Präsidentin Katharina Conradin), CIPRA Deutschland (Vorsitzender Erwin Rothgang), CIPRA Südtirol (Vorsitzender Klauspeter Dissinger) und CIPRA Österreich (Vorsitzender Peter Haßlacher), klare Forderungen an die Politik, die Tourismusverantwortlichen und an die UmweltministerInnen der Alpenstaaten für die im Oktober 2016 stattfindende XIV. Alpenkonferenz in Grassau (D) gerichtet.

Pressemitteilung der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA

Aktueller Medienspiegel:

Der Standard, Tiroler Tageszeitung, Dolomiten, Kleine Zeitung, Kurier, ORF-Print, Österreich, RAi Südtirol, Schweiz am Sonntag, stol.it, Südtirol News, Südtiroler Wirtschaftsblatt, Wirtschaftsblatt

ORF-Tirol: http://tirol.orf.at/radio/stories/2798623/

Ö1-Morgenjournal: http://oe1.orf.at/artikel/452851 (Beitrag Paul Schiefer - P. Haßlacher/CIPRA Österreich u. L. Dagostin/ÖAV, 04.10.2016)

Ö1-Morgenjournal: http://oe1.orf.at/artikel/452854 (Beitrag Cornelia Vospernik - Interview mit BM Rupprechter, 04.10.2016)

Aktueller Beitrag von P. Haßlacher zur Alpinen Raumordnung (aus: Alpenkonventions-Zeitschrift Nr. 83)

Karte mit aktuellen Erschließungsprojekten in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Südtirol und Bayern.

Bilanzierung des Bodenschutzprotokolls der Alpenkonvention - Endbericht liegt vor

Der Boden im Alpenraum ist ein knappes Gut. © Foto J. Essl

Obwohl die Alpen über eine sehr begrenzte Nutzung des Bodens verfügen, wird täglich viel Boden verbraucht und versiegelt. Dies veranlasste das Deutsche Umweltbundesamt 2015 eine Studie in Auftrag zu geben, ob das Protokoll „Bodenschutz“ der Alpenkonvention eine alpenweite Umsetzung erfährt, welche Unterschiede der Anwendung in den einzelnen Alpenstaaten bestehen und wie eine alpenweite Vernetzung zu einer besseren Umsetzung bzw. zu einer Reduktion des Bodenverbrauchs beitragen könnte. Geleitet vom Büro blue! advancing european projects GbR in München, fand dieses Projekt fachliche Unterstützung durch das Büro Land-Plan und CIPRA Österreich. Mit dem vorliegenden Endbericht wurde eine Grundlage geschaffen, das Thema „Bodenschutz“ verstärkt in das Blickfeld zu rücken und darauf aufbauend alpenweite Maßnahmen zur Reduktion des Bodenverbrauchs zu ergreifen. 

Endbericht zur Bilanzierung des Bodenschutzprotokolls der Alpenkonvention

Erweiterung des Flughafens in Bozen kommt nicht

Der Bozner Flughafen wird nach dem NEIN der Südtiroler Bevölkerung nicht erweitert. Foto © Dachverband für Natur- und Umweltschutz

Im Vorfeld wurde zur Erweiterung des Bozner Flughafens in Südtirol viel diskutiert. Eine Volksbefragung sollte Klarheit bringen, ob die SüdtirolerInnen für oder gegen den Ausbau sind. Noch vor der Befragung richteten die Südtiroler Grünen an die Rechtsservicestelle Alpenkonvention bei CIPRA Österreich eine Anfrage, ob die geplante Erweiterung des Flughafens Bozen mit der Alpenkonvention und insbesondere mit dem Art. 12 des Durchführungsprotokolls Verkehr vereinbar ist. Die Rechtsservicestelle Alpenkonvention bei CIPRA Österreich kam zum Schluss, dass die geplante Erweiterung des Flughafens in Bozen mit der Alpenkonvention keinesfalls im Einklang steht. Das Ergebnis wurde damals im Mai 2016 den Südtiroler Gründen und LH A. Kompatscher von Rechtsexperten und CIPRA Österreich-Vertretern persönlich dargelegt.

SüdtirolerInnen lehnen Flughafenerweiterung in einer Volksbefragung ab!

Im Juni 2016 lehnten schließlich über 70 % der SüdtirolerInnen die Flughafenerweiterung ab. Die Flughafengegner, wie der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, der Alpenverein Südtirol und der Heimatpflegeverband freuten sich über dieses eindeutige Ergebnis, das deutlich zeigte, dass ein Großteil der Südtirolerinnen und Südtiroler nicht bereit sind, Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden für den Profit zu opfern. Möglicherweise hat auch die negative Stellungnahme der Rechtsservicestelle Alpenkonvention ein klein wenig den Ausgang beeinflusst.

Stellungnahme der Rechtsservicestelle Alpenkonvention

Weitere Informationen zur Rechtsservicestelle finden Sie hier!

Workshop zum Energieprotokoll der Alpenkonvention - Nachlese

Speichersee Zillergründl © J.Essl

Am 21. April 2016 veranstaltete CIPRA Österreich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre der Universität Innsbruck und der Rechtsservicestelle Alpenkonvention in Salzburg den bereits 4. Workshop zu einem Durchführungsprotokoll der Alpenkonvention, der sich in diesem Jahr mit dem Energieprotokoll eingehend auseinandersetzte. Knapp 60 interessierte TeilnehmerInnen aus verschiedenen Institutionen nahmen an dieser von Sebastian Schmid (Universität Innsbruck) moderierten Veranstaltung teil und diskutierten auf Basis der Vorträge der ReferentInnen zur Anwendung und Relevanz des Energieprotokolls.

Weitere Informationen zum Workshop finden Sie HIER!

Passagen mit Peter Haßlacher und Werner Bätzing zum Nachhören

Einen Mitschnitt der vergangenen Aussendung der Diskussion zwischen Peter Haßlacher und Werner Bätzing zum Thema "Burn-out der Alpen?" auf Ö1 können Sie hier downloaden!

Näheres zu der Diskussion finden Sie außerdem hier!

Die Alpenkonvention und die Region der niederösterreichischen Randalpen – Möglichkeiten der nachhaltigen Regionalentwicklung

Tagungsband zur CIPRA Österreich-Jahresfachtagung 2015 in Lunz am See

Der vorliegende Tagungsband zur CIPRA Österreich-Jahresfachtagung 2015 in Lunz am See (NÖ), wirft einen konkreten Blick auf die zukünftigen Herausforderungen und notwendigen Maßnahmen in peripheren Räumen in den Alpen, um im Gesichte der fortschreitenden Globalisierung und Zentralisierung auch in Zukunft bestehen zu können. Viele ländliche Regionen und Gemeinden sind mittlerweile von Abwanderung, Überalterung, einer fehlenden Nahversorgung und einem zunehmend schlechten Mobilitätsnetzes betroffen. In der Markgemeinde Lunz am See, wurden mit einer breiten und aus den unterschiedlichen Fachbereichen tätigen Autorenschaft interessante als auch neue und praxisorientierte Ansätze zur Unterstützung, Stärkung und Entwicklung peripherer und entwicklungsschwacher Regionen und Gemeinden in den Alpen erörtert. Neben der konkreten Darstellung praktischer Beispiele, befasst sich der Tagungsband auch damit, ob das internationale Vertragswerk der Alpenkonvention Potenziale zur Stärkung strukturschwacher und peripherer Alpenregionen beinhaltet und welche konkreten Möglichkeiten die Durchführungsprotokolle der Alpenkonvention zur Umsetzung bieten.

Den Tagungsband können Sie hier downloaden oder bei CIPRA Österreich bestellen!

Werner Bätzing - Grande Traversata delle Alpi

(c) Rotpunktverlag

Die Grande Traversata delle Alpi (GTA) ist einer der beliebtesten Weitwanderwege der Alpen. Er führt von der Südgrenze der Schweiz (Wallis) in 68 Tagesetappen quer durch die Täler der piemontesischen Alpen bis ans Mittelmeer bei Ventimiglia.

Die beiden Bände des Wanderklassikers wurden für diese 7. Auflage komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Näheres dazu finden Sie hier...

40 Jahre CIPRA Österreich - für einen starken Alpenraum

Vor 40 Jahren wurde auf Initiative des steiermärkischen Naturschutzhofrates Dr. Curt Fossel CIPRA Österreich in Salzburg aus der Taufe gehoben. Damit erfolgte der Startschuss für die Entwicklung und Arbeit der Vertretung der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA in Österreich.

Fakten über die Geschichte von CIPRA International, CIPRA Österreich, die thematischen Arbeitsschwerpunkte von CIPRA Österreich, ihre Arbeit für die Umsetzung der alpenumspannenden Alpenkonvention, über die Mitglieder und Ansprechpersonen, usw. können Sie der 40 Jahre-Schrift „40 Jahre CIPRA Österreich – für einen starken Alpenraum“ entnehmen.

Lesen Sie hier

Gedruckte Exemplare können kostenlos über das Alpenkonventionsbüro von CIPRA Österreich unter  bestellt werden.

Publikationen

Neueste Ausgabe der Zeitschrift Alpenkonvention

 "Die Alpenkonvention - Nachhaltige Entwicklung im Alpenraum" (Nr. 82)

Literatur

Zusammenstellungen von Peter Haßlacher, Vorsitzender CIPRA Österreich