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Klima-Toolbox

Der Klimawandel und seine Folgen sind abstrakt und schwer vermittelbar. In vielen Alpenregionen fehlt es daher an Wissen, Methoden und Instrumenten, wie klimabedingten Veränderungen aktiv und sektorübergreifend begegnet werden kann. Unterstützung gibt nun die Klima-Toolbox, ein Werkzeugkoffer zur Anpassung an den Klimawandel.

Ziel der Toolbox ist es durch einen moderierten Prozess gemeinsam mit regionalen Entscheidungsträgern wie Bürgermeistern, Forstwirten oder Tourismusmanagern einen Massnahmenplan zu erarbeiten, wie die regionalen Auswirkungen des Klimawandels bestmöglich abgefedert oder genutzt werden können. Zu Beginn des Prozesses wird dabei aufgezeigt, wie die Region funktioniert, welche Ressourcen vorhanden sind und welche Leistungen erbracht werden. So können die Lösungsansätze in das ökonomische, ökologische und soziale Fundament der Region integriert werden. Entscheidend für den Erfolg ist dabei, dass die Entwicklung der Strategie und der Anpassungsmassnahmen sektorenübergreifend und koordiniert erfolgt.

Wie funktioniert die Toolbox?

Schritt 1: Einführung

Zu Beginn des Workshops stehen das gegenseitige Kennenlernen sowie die Erwartungen an den Workshop im Vordergrund.

Schritt 2: Beschreibung des Geschäftsmodells

Eine zuvor mit regionalen ExpertInnen erarbeitete Entwurfsversion des aktuellen Geschäftsmodells (wichtigste Ressourcen, Wirtschaftsstruktur, etc.) der Region wird präsentiert. Anschliessend wird das Modell in Kleingruppen diskutiert und bei Bedarf angepasst. So entsteht ein gemeinsames Verständnis und Wissen über die Funktionsweise und wirtschaftliche Struktur der Region.

Schritt 3: Identifikation der bedeutendsten Risiken und Chancen des Klimawandels

Dieser Schritt unterteilt sich in drei Teilabschnitte und stützt sich auf wissenschaftliche Vorarbeiten zum Klimawandel in der Schweiz und seinen regionalen Auswirkungen:

  1. Input zu den Veränderungen durch den Klimawandel in der Region basierend auf meteorologischen Daten und ExpertInneninterviews
  2. Poster-Ausstellung und Identifikation der bedeutendsten Risiken und Chance durch die Teilnehmenden mittels individueller Klebepunktevergabe. (Die Risiken und Chancen wurden dabei in Vorarbeit ausgearbeitet und in sogenannten Massnahmenblättern zusammengefasst.)
  3. Diskussion in Kleingruppen über die Folgen und Wirkung der zuvor wichtigsten evaluierten Chancen und Risiken auf das Geschäftsmodell.

Schritt 4: Evaluierung und Priorisierung möglicher Anpassungsmassnahmen

Ausgehend von den wichtigsten Chancen und Risiken werden aus einer Palette von über 40 Massnahmen, die im Zuge der Vorbereitungsarbeiten kurz und prägnant erarbeitet wurden, jene ausgewählt, mit deren Anpassung an den Klimawandel gelingen kann.

Schritt 5: Definition strategischer Entwicklungslinien

Damit die im vorangegangenen Schritt identifizierten Massnahmen erfolgreich umgesetzt werden können, müssen sie in ein strategisches Gesamtentwicklungskonzept eingebettet sein. Durch diese Bündelung erhalten die Anpassungsmassnahmen das nötige Gewicht für alle Akteurinnen und Akteure.

Schritt 6: Implementierung und Monitoring

Den letzten Schritt im Rahmen der Klima-Toolbox bildet die regionale Implementierung mit regelmässigen Feedbackschlaufen, damit die einzelnen Prozesse effizient und effektiv umgesetzt werden können.

Die Klima-Toolbox ist ein Projekt im Rahmen des Pilotprogramms zur Anpassung an den Klimawandel, gefördert durch das Bundesamt für Umwelt BAFU. Entwickelt wurde der Werkzeugkoffer von einem Projektteam bestehend aus dem Schweizer Beratungs- und Projektentwicklungsunternehmen seecon gmbh, der internationalen Alpenschutzkommission CIPRA, der Schweizer NGO mountain wilderness und der Region Surselva. 


Kontakt:
Wolfgang Pfefferkorn
CIPRA International
E-Mail

 

Weitere Informationen: www.seecon.ch/de/projekte/klima-toolbox-surselva

 

PDF:

 

Ein Projekt im Rahmen des Pilotprogramms zur Anpassung an den Klimawandel, gefördert durch das Bundesamt für Umwelt BAFU.

Neue Toolbox erfolgreich getestet

Toolbox zur Anpassung an den Klimawandel

Ende Oktober 2015 beschäftigten sich die Akteurinnen und Akteure der Region Surselva mit der Frage, wie sich die Region an den Klimawandel anpassen kann. Hierzu setzten sie die Klima-Toolbox Surselva ein, welche zuvor als Werkzeugkoffer für die nachhaltige Anpassung an den Klimawandel konzipiert und entwickelt wurde. Der eineinhalbtägige Workshop war der erste seiner Art, doch trotz seines „Pilotcharakters“ waren Workshop-Teilnehmer und der Regionalentwickler mit dem Ergebnis äusserst zufrieden. „Der Workshop war effizient, zielstrebig und erzielte einen top Output“, so die Meinung eines Teilnehmers.