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Werkraumexkursion

In den drei Veranstaltungen im Projekt Alpenkonvention AAA+ wurde den TeilnehmerInnen aus der Kommunalentwicklung viel Raum geboten, eigene Strategien zur nachhaltigen Entwicklung der Region zu diskutieren. Nun soll mit der Exkursion in den Bregenzerwald eine der Ideen im Rahmen von Besichtigungen, Vorträgen und einem Workshop diskutiert und somit der Umsetzung einen Schritt nähergebracht werden.

Bei der Tourismusveranstaltung in Sonthofen ist, inspiriert durch den Vortrag über die österreichische UNESCO-Studie „Handwerk als immaterielles Kulturerbe und Wirtschaftsfaktor in Österreich“ von Heidrun Bichler-Ripfel und ihrem Verweis auf den Werkraum Bregenzerwald in Vorarlberg, die Idee eines „Haus des Allgäuer Handwerks“ aufgekommen. Der Werkraum ist eine 1999 gegründete Kooperative mit mittlerweile über 90 regionalen Handwerksbetrieben aus über 30 unterschiedlichen Branchen. Ende 2016 wurde er in das internationale UNESCO-Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung und Weiterentwicklung des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

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Tagesplanung (06.02.2018)

8.30       Busabfahrt in Kempten am Bahnhof

9.00       möglicher Zustieg am Bahnhof Immenstadt

9.30       Begrüßung und Besichtigung des Käsekellers Bregenzerwald incl. Kleiner Käse-Verköstigung (Nicole Wolf-Vöhl)

10.30     Besuch und Vorstellung des Werkraum Bregenzerwald sowie der Werkraumschule (Thomas Geisler und Susanne Schedler) mit anschließender Diskussion

11.30     Grünes Wirtschaften mit Handwerk? Nachhaltigkeitsstrategien der Alpenkonvention (Markus Reiterer)

12.00     Führung durch die aktuelle Ausstellung bzw. das Werkraumhaus

12.30     gemeinsames Mittagessen vor Ort

13.30     „Umgang Bregenzerwald“-Spaziergang mit Besuch eines naheliegenden Handwerkbetriebs (Herlinde Moosbrugger/ Thomas Geisler)

14.30     Über das kooperative Miteinander von Handwerk und Tourismus und dessen Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Bregenzerwaldes (Dr. Lukas A. Schrott)

15.00     Kaffeepause

15.30     Workshop zum Thema „Werk(t)raum im Allgäu“ im Kontext nachhaltigen/ zukunftsfähigen wirtschaftlichen Entwicklung des ländlichen Raums (Andreas Koop)

16.30     Definition nächster Schritte

17.00     Rückfahrt

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Bezugnehmend auf die Inhalte der Alpenkonvention, in der explizit auch die Zusammenhänge von Handwerk und Tourismus thematisiert werden, soll die o.g. Idee erneut aufgegriffen und im Kontext einer nachhaltigen (Wirtschafts-)Entwicklung des Allgäus mit den entsprechenden lokalen Akteuren wie bspw. Bürgermeister, Regionalentwicklung, TouristikerInnen, Handwerkskammer, Handwerker-Innen und GestalterInnen diskutiert werden. Im Zentrum der immer knapper werdenden Ressourcen soll ebenfalls die Frage erörtert werden, ob sich mit Handwerkskultur ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel im Alpenraum (Allgäu) in regionalen wirtschaftlichen Kreisläufen gestalten lässt?

Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, neben dem Werkraum Bregenzerwald (inkl. der Werkraumschule) auch den Käsekeller der KäseStrasse Bregenzerwald sowie bei einem baukulturellen „Umgang“-Spaziergang mit dem Bregenzerwald Tourismus, auch einen Handwerksbetrieb kennenzulernen. Dabei besteht die Möglichkeit, mit den Verantwortlichen vor Ort über die Vor- und Nachteile sowie über die Hindernisse und Hilfen bei der Initiation eines solchen Hauses bzw. vernetzter Projekte im Umfeld zu sprechen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und zwei weiteren Kurzvorträgen soll die konkrete Ideenumsetzung im Allgäu dann in einem Workshop thematisiert werden, um die Chancen und Stolpersteine für ein solches Projekt auszuloten. Abschließend soll definiert werden, welches die nächsten Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung eines solchen Vorhabens im Allgäu sind.

Durch das Programm führt Nicole Hohmann.

ReferentInnen:

Thomas Geisler, seit Juli 2016 leitet er den Werkraum Bregenzerwald, zuvor war er Kurator und Sammlungsleiter zeitgenössisches Design am MAK – Museum angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien

Nicole Hohmann, freie Kulturgestalterin (am Museum Angewandte Kunst in Frankfurt kuratiert sie bspw. die Gesprächsreihe „Blickwechsel - Zukunft gestalten“), zudem ist sie als Käserin in der handwerklichen Milchverarbeitung tätig

Andreas Koop, Designer. Er engagiert sich in der Designforschung und unterrichtet an verschiedenen Hochschulen. 2015 initiierte er erstmals das biennale transdisziplinäre Symposium „Stadt.Land.Schluss.“ im Ostallgäu

Herlinde Moosbrugger, seit 2000 Geschäftsführerin der Bregenzerwald Tourismus GmbH; unter anderem Initiierung und Umsetzung des Projektes "Umgang Bregenzerwald"

Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention

Susanne Schedler, seit 2008 arbeitet sie im Werkraum Bregenzerwald und ist Projektleiterin der „Werkraumschule Bregenzerwald“. Die Werkraumschule ist ein 2016 gestartetes 5-jähriges Ausbildungsmodell in Kooperation mit den Bezauer Wirtschaftsschulen. Es verbindet eine kaufmännische Ausbildung (Handelsschule) mit einer verkürzten, handwerklichen Lehre.

Dr. Lukas A. Schrott, Geschäftsführer der REGIOnalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald Regionalentwicklung GmbH

Nicole Wolf-Vöhl, seit Sommer 2016 ist sie Geschäftsführerin der KäseStrasse Bregenzerwald Lingena

 

Rückfragen bitte an ansonsten direkt weiter zur Anmeldung!