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    Vorbeugender Hochwasserschutz sollte beim Bergwald beginnen

    25.09.2003 Stellungnahme der Alpenschutzkommission CIPRA Deutschland zum Entwurf des Hochwasserschutzgesetzes des Bundesumweltministeriums

    Nach Ansicht der Alpenschutzkommission CIPRA-Deutschland, die über den Zusammenschluss von Umwelt- und alpinen Bergsportverbänden bundesweit weit über eine Million Mitglieder repräsentiert, sollte die Wasserspeicherfähigkeit der Bergwälder beim derzeit entwickelten Hochwasserschutzgesetz der Bundesregierung berücksichtigt werden.

    Im Entwurf des neuen Hochwasserschutzgesetzes sieht CIPRA-Deutschland-Präsident Dr. Stefan Köhler einen bedeutenden Schritt für den Hochwasserschutz in Deutschland. Allerdings seien wichtige Regelungen, insbesondere die Wiederherstellung früherer Überschwemmungsgebiete zu unverbindlich geregelt.

    Nach Angaben der CIPRA haben Bergwälder eine wichtige Bedeutung für einen vorbeugenden Hochwasserschutz: die Niederschläge in Berggebieten sind wesentlich höher als im Flachland, naturnahe Bergwälder können jedoch viel Wasser über ihre Blätter wieder verdunsten bzw. im Boden speichern und geben dieses Wasser nur langsam wieder ab. Da die Bergwälder so zur Abschwächung von Hochwasserspitzen erheblich beitragen, sollte nach Ansicht der Alpenschutzkommission die Festschreibung einer naturnahen Bewirtschaftung der Bergwälder Bestandteil eines vorbeugenden Hochwasserschutzes sein. In ihrer Stellungnahme zum Gesetzesentwurf regte CIPRA Deutschland eine entsprechende Novellierung des Bundeswaldgesetzes an.


    Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier