Ăśber das Projekt05.08.2008
cc.alps – Klimawandel: einen Schritt weiter denken!Man kann ihn beklagen. Weiter erforschen. Den menschlichen Anteil hoch- oder runterrechnen. Nur bezweifeln kann man ihn nicht: Der Klimawandel ist eine Tatsache. Er ist weltweit sichtbar und in den Alpen besonders deutlich spürbar. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben angefangen, Massnahmen zu ergreifen, um sich an klimatische Veränderungen anzupassen oder sie zu vermindern. Zur bunten Palette von Massnahmen gehören etwa Schneekanonen, Gletscherfolien, Lawinenschutzanlagen, erneuerbare Energien, Passivhäuser und mehr öffentlicher Verkehr. Alles direkte oder indirekte Reaktionen auf den Klimawandel und seine vermuteten Folgen. Aber nicht alle Vorhaben und Technologien sind sinnvoll und nachhaltig. Welche Auswirkungen haben sie für Natur und Umwelt? Wie wirken sie sich sozial und ökonomisch aus? Kann es passieren, dass die ökologischen Folgen mancher Klimaprogramme noch schwerwiegender sind als der Klimawandel selbst? Wissen sammeln, bewerten und kommunizierenIn einem ersten Schritt sammelt und dokumentiert cc.alps bereits verwirklichte Aktivitäten. Vorteil: Deren Auswirkungen sind heute schon sichtbar und können wissenschaftlich ausgewertet werden. Eine Gruppe von internationalen ExpertInnen definiert Aktionsfelder und erarbeitet ein Bewertungssystem, um Klimaschutz objektiv und systematisch beurteilen zu können. Kriterien sind alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Natur, Gesellschaft und Wirtschaft. Der zweite Schritt führt in die Öffentlichkeit. Die CIPRA wird die wissenschaftlichen Grundlagen nutzen, um im Alpenraum das Bewusstsein für die verschiedensten Klimafolgen zu schärfen. Ziel dieser Öffentlichkeitsarbeit ist es, vor jenen Massnahmen zu warnen, die nicht dem Prinzip der Nachhaltigkeit entsprechen. Aber auch – positiv denken! – solche Massnahmen zu propagieren, die als nachhaltig und vorbildlich gelten. Das Klima in den Alpen hat seinen Preis! – Der Wettbewerbcc.alps lanciert im Mai 2008 einen alpenweiten Wettbewerb für erfolgreiche Aktivitäten und Projekte im Klimaschutz. Alle eingereichten Beiträge werden auf dieser Homepage veröffentlicht. Eine internationale Jury wird die Beiträge bewerten und im Herbst Preise von insgesamt 100.000 Euro vergeben. Pilotregionen für die Umsetzung der KenntnisseDie Ergebnisse von cc.alps sollen in der Praxis direkt nutzbar sein. Hierzu werden Pilotregionen in den Alpen gesucht, die einen nachhaltigen Umgang mit den Folgen des Klimawandels pflegen. Dort lässt sich beispielhaft demonstrieren, wie Klima-Massnahmen in alpinen Räumen naturverträglich gestaltet werden können. Wissen verbreitenMit dem ehrgeizigen Vorhaben kann die CIPRA auf den guten Erfahrungen ihres im Dezember 2007 abgeschlossenen Projekts „Zukunft in den Alpen“ aufbauen. Auch im Rahmen von cc.alps wird die CIPRA zunächst wissenschaftliche Daten sammeln und dann im zweiten Schritt die gewonnenen Erkenntnisse und praktischen Lösungen der Öffentlichkeit und interessierten Zielgruppen zur Verfügung stellen. Über Workshops, Tagungen, Publikationen und elektronische Medien wird nützliches Wissen veröffentlicht. Zusätzlich haben die AkteurInnen in den Alpen die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und ihr Wissen auszutauschen. Die ProjektorganisationCIPRA International kooperiert mit einem Team von renommierten externen ExpertInnen. Die Arbeit in den einzelnen Alpenländern wird durch nationale Kontaktstellen unterstützt. Das Projekt ist in zwei Phasen aufgeteilt. Start von Phase 1 war im Februar 2008, mit einer Laufzeit von anderthalb Jahren und einem Budget von 1,2 Mio. Euro. Der Wissenstransfer und die Umsetzung sollen im Rahmen eines anschliessenden zweieinhalbjährigen Projekts stattfinden. |
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