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Handlungsfeld: Wohnen und Arbeiten

Wohnen und Arbeiten

Sie kommen, weil sie einen neuen Job oder eine neue Liebe haben, weil sie in der alpinen Umgebung ihren Lebensabend verbringen oder Sport treiben möchten, weil sie im Dorf günstig wohnen und leben und trotzdem in der Stadt arbeiten können. Sie bleiben, weil sie nette Nachbarn haben, den Austausch mit Andersartigen im Dorf schätzen, ihre Kinder hier verwurzelt sind. Oft sind «harte» Faktoren entscheidend für den Entschluss, sich in einer Alpenregion niederzulassen, während «weiche» Faktoren fürs Dableiben sprechen. Dies gilt für Zugezogene, Rückkehrende und Dagebliebene gleichermassen.

Flexibilität ist eine Voraussetzung. Die Alpenbewohnerinnen und -bewohner sind es seit jeher gewohnt, zur Existenzsicherung mehrere Berufe auszuüben, sei es als Gastwirtin und Heimweberin, Landwirt, Pflegefachfrau und Ferienhausverwalter. Mit der besseren verkehrstechnischen und digitalen Anbindung erweitern sich die Möglichkeiten der Berufs- und Lebensgestaltung.

Zusammenhalt geschwächt

Die demografischen  und wirtschaftlichen Veränderungen haben Auswirkungen auf das Bildungssystem, den Arbeitsmarkt, das soziale Gefüge, kulturelle Entwicklungen und die Anforderung an die Grundversorgung.  Die funktionale Trennung von Arbeiten, Wohnen, Einkaufen, Freizeit und Kultur führt dazu, dass wir ständig unterwegs sind. Wo begegnet man sich noch?

Neue Formen der Entscheidungsfindung können die Identifikation mit den Alpenregionen stärken und einen Ausgleich schaffen zwischen den verschiedenen Alpenbewohnern. Fragend nähert sich die CIPRA mit alpMonitor dem Handlungsfeld Wohnen und Arbeiten: Welche Banden hält die fragmentierte alpine Gesellschaft zusammen? Welche Wohn- und Arbeitsmodelle sind der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen förderlich, ohne dass die Mobilität weiter ausufert? Wie können Generationen besser zusammenarbeiten, damit die Lebensqualität erhalten wird?

Quellen und weitere Informationen: