Frankreich: Massnahmen gegen die Isolierung von Tierlebensräumen27.03.2003
Das französische Departement Isère hat Massnahmen ergriffen, um der Fauna das Passieren von Infrastrukturobjekten zu erleichtern und damit auch die Menschen vor Unfällen durch Tiere zu schützen. Problemstellen sind vor allem dicht besiedelte und von Verkehrslinien durchzogene Täler, die die Tiere überqueren müssen, um von einem Bergmassiv in ein anderes zu gelangen. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Gemeinden, Umweltschutzorganisationen, Landwirtschaft, Jagd, Fischerei und Infrastruktur hat für die nächsten fünf Jahre zehn prioritäre Aktionen ausgewählt. So wird zum Beispiel von der Regierung des Departements der Bau von drei Kleintierpassagen finanziert. Die Autobahngesellschaft Area hat 100 000 Euro bereitgestellt, um der Isolation von Gemsenpopulationen im Chartreuse-Massif entgegen zu wirken. Area ist ausserdem zu Verhandlungen mit NGO-Vertretern über die Einrichtung von Tierpassagen an Autobahnprojekten bereit. Als Grundlage für alle Projekte dient eine Studie, die im Departement 320 "Konfliktzonen" identifiziert. Quelle: Le Monde 18.03.2003
Autor(en):
alpMedia
Schaan
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