Alpenkonvention würdigt Aktivitäten der "Alpenstädte des Jahres"
Heute, 17. Juni 2008, erlebt eine Gruppe internationaler JournalistInnen im schweizerischen Brig-Glis die beispielhaften Aktivitäten der "Alpenstädte des Jahres". Die Gruppe "SuperAlp!2" besucht unter der Führung des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention auf einer Reise durch die Alpen vom 14. bis 22. Juni erfolgreiche Initiativen zur Umsetzung der Alpenkonvention.
SuperAlp!2 macht in fünf der 12 Alpenstädten des Jahres Station: Gap/F, Chambéry/F, Brig-Glis/CH, Bozen/I und Belluno/I. In Gap (Alpenstadt des Jahres 2002) erklärte Colette Patron, 1. Vorsitzende des Vereins Alpenstadt des Jahres, den JournalistInnen die wichtige Rolle der Alpenstädte des Jahres: "Als dynamische Zentren haben die Städte eine grosse Verantwortung gegenüber ihrem Umland und damit für eine Entwicklung in der Region, die Umwelt, Wirtschaft und Kultur gleichermassen berücksichtigt. Im Sinne der Alpenkonvention und im Interesse aller". Seitdem die Alpenstädte des Jahres und das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention diesen Januar in Brig-Glis (die aktuelle Alpenstadt des Jahres) eine Vereinbarung zur Verstärkung der Zusammenarbeit unterzeichnet haben, ist die Motivation für gemeinsame Aktivitäten noch mehr gestiegen. Andreas Weissen, Jury-Mitglied von Alpenstadt des Jahres, zeigt sich erfreut: "Die Stadt Brig hat mit einem bunten Reigen an Veranstaltungen gezeigt, wie sich verschiedenste Interessengruppen dafür engagieren, das Vertragswerk der Alpenkonvention mit Leben zu erfüllen". In Chambéry (Alpenstadt des Jahres 2006) lernten die JournalistInnen das Haus der Schutzgebiete und der Berge kennen, das seit 2006 Sitz der Taskforce Schutzgebiete der Alpenkonvention ist. Für die Stadt Bozen, die den Titel Alpenstadt des Jahres 2009 tragen wird, steht der Klimaschutz ganz oben auf der Tagesordnung. Daten zum Klima und zu anderen Themen werden von einer Aussenstelle des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention im Bozener Büro zusammengetragen und ausgewertet. Am 22. Juni endet die nachhaltige Reise auf dem Monte Rite (Provinz von Belluno). Mit SuperAlp!2 will die Alpenkonvention nicht nur beispielhafte Initiativen vorstellen, sondern auch das Thema nachhaltige Mobilität in den Vordergrund rücken. Die gesamte Alpendurchquerung wird mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln durchgeführt. Die Gruppe wird mit dem Zug, dem Fahrrad, per Autobus und zu Fuß mehr als 2.000 km von Frankreich über die Schweiz und Österreich nach Italien zurückzulegen. Außer dem Generalsekretär der Alpenkonvention, Marco Onida, und dem Präsidenten der Provinz Belluno, Sergio Reolon, nehmen an der Überquerung JournalistInnen von internationalem Rang teil. Das Tagebuch und die Erfahrungsberichte werden in den wichtigsten Zeitschriften und Illustrierten des internationalen Sektors veröffentlicht. "Das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention beabsichtigt, in Bälde einen Reiseführer herauszugeben" unterstreicht Generalsekretär Onida "um den Interessierten zu erlauben, die Strecken der Editionen 2007 und 2008 unabhängig zurückzulegen und die sanfte Mobilität persönlich zu versuchen". Das Label "Alpenstadt des Jahres" erhält seit 1997 jährlich eine Stadt im europäischen Alpenraum von Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Slowenien, welche sich für eine nachhaltige und zukunftsweisende Entwicklung ihrer Stadt und ihrer Region einsetzt. Die Auszeichnung wird auf Vorschlag einer internationalen Jury vom Verein Alpenstadt des Jahres e.V. verliehen. Weiterführende Informationen: Verein Alpenstadt des Jahres und Aktivitäten der bisherigen Alpenstädte des Jahres: http://www.alpenstaedte.org, Alpenkonvention Programm SuperAlp!2: http://www.alpconv.org
|
Herkunft:
|
Alpenstadt des Jahres
|
|