Öffentlicher Verkehr unter Spardruck24.11.2009
In Österreich und der Schweiz sollen im öffentlichen Verkehr Abstriche gemacht werden. Vielerorts könnten schon bald Bahn- und Buslinien geschlossen werden, um klaffende Ertragslücken zu schliessen. Der Schweizer Bundesrat beschloss Anfang November für die Jahre 2011 bis 2013 ein Sparprogramm von jährlich 1,5 Milliarden Franken. Laut Bundesamt für Verkehr BAV müssen im Verkehr pro Jahr im Schnitt 300 Millionen Franken eingespart werden. Das BAV könnte am Regionalverkehr sparen, indem es höhere Auslastungen verlangt. Heute werden für Postbuslinien mit durchschnittlich 32 Passagieren pro Tag vier Busfahrten vom Bund mitsubventioniert. Diese Limite könnte nun auf 100 Passagiere erhöht werden. Laut Rechenbeispielen das BAV erhielten im Kanton Bern etwa 10 Prozent der Postautolinien kein Geld mehr. In den Kantonen Wallis und Graubünden wären 20 Prozent der Linien davon betroffen. Sollte der Bund die Abgeltung im Regionalverkehr kürzen, müsste der betroffenen Kanton entscheiden, ob er den Ausfall kompensiert oder eine Linie aufgibt.
Autor(en):
alpMedia
Schaan
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